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Planung für das zehnte Bildhauertreffen schreitet voran

Symposium in den Startlöchern

Obernkirchen. Die Planung für das – jetzt bereits zehnte – Obernkirchener Bildhauersymposium (IOBS) nimmt mehr und mehr Gestalt an. Inzwischen sind die postkartengroßen Farb- und Falt-Flyer fertig, die für das zweiwöchige besondere Erlebnis auf dem Kirchplatz werben. Sechs der acht teilnehmenden Künstler haben in der Bergstadt bereits früher bleibende Proben ihres Könnens hinterlassen – und dabei so sehr gefallen, dass sie erneut eine Einladung bekommen haben; für zwei weitere ist „Obernkirchen“ zwischen Montag, 24. August und Sonntag, 6. September, eine Premiere. Mehr haben jetzt die für Bürger und Bildung zuständigen Politiker um Beate Krantz (CDU) bei ihrem jüngsten Treffen im Rathaus erfahren.

veröffentlicht am 17.06.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:49 Uhr

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Autor:

Thomas Wünsche

„Das Symposium steht in den Strümpfen“, vermeldet Charlotte Köster. Die Chefin des Trägervereins: „Zwar wird uns die Baustelle an der Stiftskirche voraussichtlich ein wenig behindern; wir hoffen aber, dass bis zum Beginn des Symposiums im Bereich des Trafohauses noch etwas Ordnung geschaffen wird.“ Denn das Baudenkmal ist beim Bildhauer-Treffen für Künstler und Schaulustige ein zentraler Kommunikationsort.

Tatsächlich sieht’s dafür gut aus. „Die Baustelle wird auf der Seite, wo das Trafohaus steht, zurückgebaut“, weiß Dörte Worm-Kressin nach einem Ortstermin mit der Feuerwehr. Die Stadtkoordinatorin und Chefin des Kulturfensters plant ihrerseits für Freitag, 24. Juli, ein kostenloses Benefizkonzert auf Spendenbasis am – und für das – Baudenkmal. Der Bauzaun vor St. Marien soll mit einer Plane versehen werden, die die dahinter liegende Baustelle kaschiert und die auch für Projektionen nutzbar ist.

Neuerungen gibt es zum zehnten Symposium eher wenige: „Bei den Künstlern handelt e sich um eine Art ,Best of“; eine Ausschreibung hat diesmal nicht stattgefunden“, so Köster. Es kommen: Ursula Beiler (Österreich), Poul Bækhøj (Dänemark), Oscar Aguirre Comendador (Cuba), Tutani Mgabazi (Zimbabwe), Gisela Milse (Deutschland), Hans Reijnders (Holland), Antonella Tiozzo (Italien) und Keizo Ushio (Japan).

Parallel dazu können Besucher bei Kai Kandziora einen Bildhauer-Workshop besuchen und dabei selbst am Sandstein arbeiten. Köster: „Wegen des etwas eingeschränkten Raumangebots auf dem Kirchplatz werden wir – eventuell – mit dem Workshop auf den benachbarten Jupp-Franke-Platz ausweichen.“ Denn durch Symposium eigene Dinge wie etwa die Kompressoren wird der nutzbare Raum auf dem Kirchplatz nochmals kleiner. Die Alternative, mit dem Workshop auf den Durchgang zwischen Bornemannplatz und Friedrich-Ebert-Straße auszuweichen, gilt als wenig attraktiv, weil zu weit ab vom Schuss.

Fest steht: Die acht Bildhauer werden bereits am Sonntag, 23. August, in Obernkirchen eintreffen und voraussichtlich nachmittags zusammen mit ihren jeweiligen Gastgebern auf dem Kirchplatz begrüßt werden. Gemeißelt wird dann ab Montag, wahrscheinlich in den Abendstunden gefolgt von einem offiziellen Empfang durch das Stadtparlament im Rathaus.

Fest steht auch: Die „Lange Nacht der Steine“ soll diesmal ans Ende des Symposiums rücken. Anvisierter Termin dafür ist Freitag, 4. September. Kommt hinzu: Parallel zum Symposium soll es erneut eine (Verkaufs-)Ausstellung im Stift geben; um den Zeitdruck raus zu nehmen, soll das Art-Shopping, bei dem die beteiligten Bildhauer kleinere Arbeiten für jeden Geldbeutel und Geschmack anbieten, erst am Mittwoch, 26. August, eröffnet werden. Ein Jazz-Konzert ist für Samstag, 29. August, terminiert; an jenem Wochenende soll es auf dem Kirchplatz zusätzlich auch eine Fotopräsentation geben, für welche die Bauplanen, mit denen St. Marien abgehängt ist, als Folien dienen.

Da im Zuge des Bildhauertreffens auch der Bornemann-Platz mit den dortigen Skulpturen ins Blickfeld der vielen Besucher geraten wird, hofft nicht nur die Chefin des IOBS-Trägervereins, dass sich der Platz bis dahin in jeder Hinsicht als sehenswert präsentiert. Das Umstellen von Skulpturen soll dann erst während des Symposiums selbst quasi nebenbei erfolgen, wenn das dafür nötige schwere Gerät ohnehin vor Ort ist.




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