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Björn Bügge neuer Vorsitzender

TC Obernkirchen diskutiert Mitgliederschwund und weniger Plätze

OBERNKIRCHEN. Am TC Obernkirchen geht nicht vorüber, was anderswo längst Realität ist: Die Zugkraft des Tennissports hat erheblich nachgelassen. Die Mitglieder werden weniger, und damit steht die Zukunft des Vereins auf der Kippe. Der TC hat sich auf seiner Jahreshauptversammlung daher Grundsatzfragen gestellt.

veröffentlicht am 12.02.2019 um 00:00 Uhr

Noch verfügt der TC Obernkirchen über vier Plätze an der Piepenbreite. Ob die aber aufrechterhalten werden können, ist fraglich. Auf einen Blick in die Glaskugel will sich der Verein nicht verlassen. Wegen des Mitgliederschwunds will er sich künftig
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Siegfried Klein Reporter
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OBERNKIRCHEN. An der Bergstadt geht nicht vorüber, was in vielen anderen Städten schon längst Realität ist: Die Zugkraft des Tennissports hat erheblich nachgelassen. Obwohl der TC Obernkirchen ständig bemüht ist, gute Nachwuchsförderung zu betreiben – unter anderem durch Angebote in der Grundschule am Kammweg –, schwindet die Zahl der Mannschaften von Jahr zu Jahr. Das gilt für den Erwachsenenbereich ebenso wie für die Hobbyrunde. Diese Situation wird dadurch verschärft, dass es immer schwieriger wird, ehrenamtlich tätige Führungskräfte zu gewinnen.

Aus diesem Grund befasste sich der zuletzt amtierende Vorstand bereits mit dem Entschluss, auf der Anlage an der Piepenbreite zwei der vier Plätze stillzulegen: Auf Dauer sei das Instandhalten einer so großen Anlage nicht zu finanzieren, wenn sich immer mehr Mitglieder verabschieden. Die kleine Schar der verbliebenen aktiven Mitglieder setzt sich aber mit Nachdruck für den Erhalt der vier Plätze ein.

Insgesamt zeigt sich beim TC die bedrohliche Tendenz, dass der einst so erfolgreiche Verein eines Tages vor der Auflösung stehen könnte. Dass diese Entscheidung jetzt (noch) nicht gefallen ist, haben die Mitglieder unter anderem dem Engagement von Bürgermeister Oliver Schäfer zu verdanken, der sich seit sechs Jahren als Vorsitzender um den Erhalt des Vereins bemüht. Er hatte aber angekündigt, dieses Amt aufzugeben. Schäfer erklärte, er habe sich damals als Außenstehender zu einer zeitlich begrenzten Übernahme der Vereinsführung bereit erklärt. Es sei nun aber an der Zeit, Platz zu machen für Mitglieder, denen das weitere Schicksal des TC Obernkirchen ebenfalls am Herzen liegt.

Der 2. Vorsitzende des TC Obernkirchen, Rolf Mevert (l.), dankte dem scheidenden Clubchef Oliver Schäfer für seine langjährige Führungsarbeit mit einem Geschenk. Foto: sig

Mit Björn Bügge konnte der Verein einen Nachfolger finden. Dieser wurde bei der jüngsten Zusammenkunft in Abwesenheit gewählt. Er war beruflich verhindert, hatte seine Zusage aber schriftlich gegeben. Bügge stellte dann auch schriftlich folgende Vereinsziele vor: Mitgliederwerbung, Kinder- und Jugendarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Stärkung des Vereinslebens sowie mögliche Kooperationen mit anderen Vereinen.

Weil auch weitere Mitglieder bereit waren, Funktionen zu übernehmen, verfügt der Klub über einen handlungsfähigen und engagierten Vorstand. Von ihm wird erwartet, dass er nicht nur die Gefahr einer Auflösung verhindert, sondern auch neue Mitglieder und ausreichenden Nachwuchs für den Mannschaftssport gewinnen kann.

Trainer Gerd Masur kündigte sogar an, dass der Verein wohl schon im nächsten Jahr mehr Juniorteams melden könne. Dazu trägt er unter anderem durch seinen Einsatz beim Schultennis bei, wo er – in der Vergangenheit auch mit seiner Ehefrau – vor allem Zweitklässler trainiert.

Der scheidende Vorsitzende Oliver Schäfer wies in seinem Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr darauf hin, dass man in Anbetracht von nur noch 90 Mitgliedern auf möglichst vielen Gebieten Kosten reduzieren müsse. Dank vernünftiger Haushaltsführung in den vergangenen Jahren sei der Verein derzeit noch liquide. Aber es sei sicher, dass nur durch erhöhten ehrenamtlichen Einsatz und durch neue Mitglieder der Fortbestand gesichert werden könne.

Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Rolf Mevert dankte dem scheidenden Vereinschef für seinen Einsatz und für sein Bemühen um ein faires Miteinander innerhalb der Führungsriege. Anschließend übergab er ein Abschiedsgeschenk an Schäfer.

Ebenfalls aus dem Amt verabschiedet wurde der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Werner Hoffmann. Seine Nachfolge tritt Johanna Harmening an. Die Aufgaben des Schatzmeisters übernimmt Holger Schunke.




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