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Strull & Schluke flankiert Bildhauersymposium auf dem Kirchplatz mit „Best of“-Präsentation

Tolle Freiluft-Fotos – ganz groß

Obernkirchen. „Bildhauer und Fotografen: Mehr Kultur pro Quadratmeter als auf dem Kirchplatz der Bergstadt dürfte es dieses Jahr in ganz Schaumburg nicht zu sehen geben“, ist Arne Boecker überzeugt. Der Mitmacher des Obernkirchen- Projekts Strull & Schluke will das Gipfeltreffen der Steinmetze zur Halbzeit am Samstag, 29. und Sonntag, 30. August, mit einer außergewöhnlichen Foto-Installation flankieren.

veröffentlicht am 22.08.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 14:36 Uhr

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Autor:

Thomas Wünsche

Konkret will der Internet-Blog – groß aufgezogen – rings um die im Entstehen begriffenen Sandsteinskulpturen der acht Symposiumskünstler die Arbeiten von sechs der etwa 30 Fotografen präsentieren, die 2014/2015 für Strull & Schluke gearbeitet haben. Als „Rahmen“ dieser Bilder fungieren das Baugerüst der Stiftskirche St. Marien, das Museum für Bergbau und Stadtgeschichte und zwei Bäume vor dem ev. Gemeindezentrum Rote Schule.

Besagtes Fotografen-Sextett hat das Obernkirchen-Projekt um sehenswerte Beiträge aus den Bereichen Menschen, Natur, Kunst und Tiere bereichert. „Es ist“, so Boecker, „eine bunte, wilde Mischung“.

Die Mitmacher, welche das Foto open-air bestücken:

Kerstin Koldeweyh: Sie wohnt in Vehlen und hat aus den 15 Einzelbildern des Stiftskirchen-Altars eine mit Bibelzitaten unterlegte, chronologisch erzählte Bildergeschichte gemacht. Zu sehen ist sie an einer Stellwand vor dem Museum.

Tanja Wittkugel: Die Gelldorferin hat vier bekannte Obernkirchener mit ihren jeweiligen Hobbys in Szene gesetzt. Dazu zählen etwa Äbtissin Susanne Wöbbeking – mit einem Huhn; E-Center-Inhaberin Daniela Künneke – mit einem Mountainbike und „Pfeffer & Salz“-Gastronom Oliver Hering als bekennender FC Bayern-Fan in Tracht. Die Riesenporträts werden von außen über die Erdgeschossfenster des Museums herab gelassen.

Leo Schneider: Tiere, die in eine Fotofalle tappen, sind ein Spezialgebiet des Ahnsers. Bestaunen kann man die Aufnahmen am Museum für Bergbau und Stadtgeschichte.

Frank Westermann: Der Fotofreak, im Brotberuf Redakteur der Schaumburger Zeitung, hat sein Hobby in Szene gesetzt: den Garten – konkret denjenigen der Familie Brockmann, der von Strull & Schluke mit gepflegt wird. Zu sehen sind die Bilder auf dem Rondell vor dem Museum.

Marc-Andre Rehberg: Er kommt aus Borstel und weiß es, wilde Waldohreulen gekonnt abzulichten. Fünf seiner besten Fotos werden an einem Seil befestigt, das zwischen zwei Bäumen vor der Roten Schule gespannt wird.

Jan Leonardo Wöllert: Spezialität des Bremers ist die Lichtmalerei. Seine Großleinwand wird mitten im Baugerüst von St. Marien aufgespannt. Was dort gezeigt wird, „das wollen wir jetzt noch nicht verraten“, wehrt Boecker auf Nachfrage lächelnd ab.

Ansehen kann man sich das Foto open-air des Obernkirchen-Projekts am Samstag, 29. und Sonntag, 30. August, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Darüber hinaus gibt es am Samstag, 29. August, ab 21 Uhr eine Sonderveranstaltung: „Wir bieten eine Führung an, bei der wir sämtliche Fotos mit starken Handlampen anstrahlen und erklären“, so der Organisator. Danach projiziert der Internet-Blog die besten Fotos und Videos aus zwei Jahren Strull & Schluke per Beamer auf eine vier Mal vier Meter große Leinwand, die in das Baugerüst der Stiftskirche montiert wird.

Allerdings: Sollte es an den für die Präsentation ausgewählten Tagen regnen, wird das Freilicht-Event um eine Woche ans Ende des Bildhauersymposiums verschoben. Strull & Schluke ist übrigens mehr als dankbar, dass Charlotte Köster vom Förderverein sich mit ihm den Kirchplatz teilt – wohl wissend, dass es dort durch die Baustelle ohnehin schon eng ist.




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