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„Sagenhafte“ Mitgliederentwicklung

TSV Krainhagen: So viele Mitglieder wie noch nie

KRAINHAGEN. Die Mitgliederentwicklung hat dem TSV Krainhagen das positivste Geschäftsjahr in der Vereinsgeschichte beschert: 2018 gab es neben 72 Austritten 105 Vereinseintritte. Und es gibt noch viele weitere gute Nachrichten beim TSV:

veröffentlicht am 22.03.2019 um 12:38 Uhr

Für 30-jährige Mitgliedschaft werden Frank Konczak (links) und Jörg Helle geehrt, Lisa Heinz ist seit 50 Jahren im Verein. Foto: rnk
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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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KRAINHAGEN. Die Mitgliederentwicklung hat dem TSV Krainhagen das positivste Geschäftsjahr in der Vereinsgeschichte beschert: 2018 gab es neben 72 Austritten 105 Vereinseintritte. „Sagenhaft“, kommentierte Vorsitzender Heiko Heinz in der Hauptversammlung diese Zahl. Dabei sei außerdem zu berücksichtigen, dass in den neuen und alten Kursen noch zusätzlich rund 450 Personen aktiv seien, die überwiegend noch keine Vereinsmitglieder wären, „aber vermehrt zu Mitgliedern werden“.

Zum Jahresende wies der TSV 440 Mitglieder auf; bei der Jahresversammlung nannte Heinz die Zahl von 457 Mitgliedern, „so viele wie noch nie in der Geschichte des TSV, der positive Trend setzt sich fort.“

Die meisten Eintritte wurden in den Altersgruppen bis sechs Jahre und zwischen 41 und 60 Jahren verzeichnet, erfreulich sei der sehr hohe Anteil von Kindern von null bis 18 Jahren mit 160 Mitgliedern, was einem Prozentsatz von 36 Prozent entspreche. „Das ist ein wahnsinnig guter und hoher Wert“, freute sich Heinz hörbar. „Kinder sichern die Zukunft des Vereins.“

Der Anteil der weiblichen Mitglieder liegt bei knapp 71 Prozent, was daran liege, dass Männer „sehr ballorientiert sind und wir eben kein Fußball anbieten“. Auch bleibe es aufgrund der Hallengröße ausgeschlossen, Ballsportarten wie Volleyball, Basketball oder Handball anzubieten.

Generell habe der TSV durch seine vielfältigen Angebote im Bereich Blasmusik, Sport und Fitness sowie Tanzen „ein absolutes Alleinstellungsmerkmal“, stellte Heinz fest: Versucht werde weiterhin, das aktuelle Angebot den gestiegenen Freizeitbedürfnissen und den zeitlich zunehmend eingeschränkten Verhältnissen anzupassen und sich dabei auf die Kernkompetenzen zu konzentrieren.

Die Hauptabteilung Musik erlebe weiterhin eine völlig neue quantitative und qualitative Entwicklung. Insgesamt waren zum Jahresende 77 Vereinsmitglieder musikalisch aktiv. Die Folge: „Bei den Übungsabenden haben wir ein noch nie da gewesenes Stuhl- und Platzproblem in unseren Räumlichkeiten.“

Wesentlicher Garant für den Erfolg der verschiedenen Gruppen seien die motivierten Übungsleiter, die eben nicht nur ihre Gruppe leiten würden, „sondern mit ihr zusammen unseren TSV leben“, meinte Heinz. Abteilungs- und spartenübergreifend verfüge der TSV über einen sehr großen Zusammenhalt, dieser Gemeinschaftsgedanke „ist das wichtigste Gut“.

Im neuen Jahr soll in neue Musikinstrumente und Sportgeräte investiert werden, um die Attraktivität in den einzelnen Gruppen steigern zu können. Der Gemeinschaftsgedanke soll durch weitere Veranstaltungen wie eine TSV-Silvesterparty gestärkt werden, ebenso soll die Vereinsjugend mit finanziellen Mitteln bei eigenen Veranstaltungen unterstützt werden.

Dauerthema bleibe die Gewinnung von neuen ehrenamtlichen Helfern; nicht nur in diesem Jahr, sondern auch in der Zukunft. Denn es werde für Einzelne immer schwieriger, die aktuellen Probleme und Herausforderungen zu stemmen, erklärte der Vorsitzende: „In der Politik heißt es immer, dass das Ehrenamt gefördert werden soll. Leider ist das Gegenteil der Fall. Die Bürokratie nimmt an allen Ecken und Enden der Vereinsarbeit zu.“ Heinz erinnerte an die EU-Datenschutzgrundverordnung (kurz DSGVO) „mit ihren unverständlichen Regelungen“. Der Vorsitzende ließ am Ergebnis keinen Zweifel aufkommen: „Ehrenamtliche können so ein Verwaltungsmonster kaum noch durchblicken.“ Dabei sei Unterstützung für Ehrenamtliche „ erforderlich und notwendig“, meinte Heinz, der kurz aufzählte, was er und seine Ehefrau in ihrer Freizeit für den TSV zu regeln hätten.

Da wären: der laufende Umbau, die Suche nach neuen Übungsleitern, die Organisation der Hallenzeiten, die Suche nach zusätzlichen Raumangeboten, die Einkäufe für Vorstandssitzungen, das Nachmachen der Hallenschlüssel, der Schriftverkehr mit Behörden und Institutionen, die Gespräche mit Steuerberater, Rentenversicherung, der Stadt Obernkirchen und anderen Vereinsvorständen, die Pflege des Mitgliederbestandes, das Schreiben von Rechnungen und Mahnungen, zählte Heinz ohne Anspruch auf Vollständigkeit auf.




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