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Geplante Umgehungsstraße

Umgehung: Baubeginn frühestens in zehn Jahren

GELLDORF/OBERNKIRCHEN. Wie soll es weitergehen mit der Umgehungsstraße für Gelldorf sowie dem künftigen Status der Bundesstraße 65? Darum ging es jetzt in einer prominent besetzten Diskussionsrunde.

veröffentlicht am 29.03.2019 um 00:00 Uhr

Die Umgehungsstraße soll den Verkehr der B 65 an Nienstädt vorbeilenken. Durch die stark genutzte Bundesstraße sind Orte wie Nienstädt und Gelldorf besonders von Lärm geplagt. Foto: Archiv
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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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GELLDORF/OBERNKIRCHEN. Es war eine hochkarätige Teilnehmerrunde, vertreten waren die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, der Landkreis Schaumburg, die Samtgemeinde Nienstädt, die Stadt Obernkirchen und ihre Fraktionen sowie Mitglieder des Ortsrates Gelldorf. Das Thema: die geplante Umgehungsstraße.

Die Umgehungsstraße soll den Verkehr der B 65 an Nienstädt vorbeilenken. Der Anschluss an die B 65 ist dann kurz vor Gelldof geplant – in Höhe der Tankstelle. Die Anschlussstelle läge dann einige Hundert Meter hinter dem Abzweig nach Obernkirchen. Die Umgehungsstraße würde den Verkehr an dem Abzweig nach Obernkirchen vorbeilenken. Dadurch werden die Verkehrsströme nach Gelldorf gelenkt, wo die Autos dann durch den Ort rollen, befürchten vor allem die Mitglieder des Ortsrates.

In der jüngsten Sitzung des Ortsrates fasst Ortsbürgermeister Andreas Hofmann das Gespräch kurz zusammen: Auf Basis der zuvor von ihm verteilten Historie, die den Zeitraum seit August 2001 bis dato abbilde, so Hofmann, „wurde seitens der Obernkirchener noch einmal unterstrichen, dass die derzeit noch dargestellten Lösungen einer Anbindung der „B 65 neu“ an die B 65 nicht die Zustimmung der Obernkirchener Gremien fand und findet.

Es gehe, so Hofmann weiter, bei dieser Positionierung nicht um das Projekt „Umgehungsstraße“ selbst, sondern nur um diese Anbindung auf und an Obernkirchener und Gelldorfer Grund. Und: Wenn man sich seitens Nienstädt und Sülbeck um die Wohnqualität der B 65-Anlieger Gedanken mache, dann stehe dies im Umkehrschluss auch den Obernkirchener Bürgern zu.

Begründet worden sei die Ablehnung mit den zu erwartenden neuen Verkehrsflüssen, erklärte Hofmann im Ortsrat: Sie seien nicht im Sinne einer gedeihlichen wirtschaftlichen Entwicklung, meinte er und verwies beispielhaft auf das Gewerbe an der Landesstraße 442 wie die Tankstelle. Auch werde befürchtet, dass die Wohnqualität in bestimmten Bereichen Obernkirchens deutlich abnehmen könnte; Hofmann nannte hier die Anlieger der B 65 in Gelldorf, Langestraße: „Beides aus Gründen, die ursächlich nicht in Obernkirchen liegen.“

Verständlicherweise, so Hofmann im Ortsrat, habe bei diesem Gespräch die Vertretung der Samtgemeinde Nienstädt ihre bekannte Position noch einmal dargestellt und am Realisierungswunsch festgehalten, „verständlicherweise“, meinte er.

Es sei auch deutlich geworden, dass aktuell keine andere Lösung gesehen würde und nur im Detail noch Anpassungen und Optimierungen erwartet würden, zog Hofmann Bilanz: „Wer eine machbar bessere Lösung finde, möge sich gern melden.“

Seitens der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sei dargestellt worden, dass es für einen weiteren Fortgang noch „kein grünes Licht“ gäbe. Selbst wenn dem so wäre, wäre frühestens in zehn Jahren Baubeginn, so Hofmann. Dabei sei heute noch völlig offen, welchen Status die aktuelle B 65 bekäme, ob es eine Landes- oder Kreisstraße werde, „bestimmt aber nicht der einer Bundesstraße“, meinte Hofmann.

Damit sei auch der Träger möglicher Rückbaukosten der gegenwärtigen B 65 offen.




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