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Anwohner haben sich beschwert

Vermüllte Container passen nicht zum Wohnmobil-Stellplatz

OBERNKIRCHEN. Die Glascontainer auf dem Sparkassen-Parkplatz kommen weg. Einstimmig empfahl der Fachausschuss mit den Stimmen der CDU und Grünen dem Rat, diesen Beschluss in seiner nächsten Sitzung zu fassen.

veröffentlicht am 13.05.2019 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 13.05.2019 um 10:01 Uhr

Der Wohnmobil-Stellplatz für die Campinggäste: Vermüllte Container passen nicht so recht dazu, meint die CDU. Foto: rnk
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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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OBERNKIRCHEN. Die Glascontainer auf dem Sparkassen-Parkplatz kommen weg. Einstimmig empfahl der Fachausschuss dem Rat der Bergstadt, diesen Beschluss in seiner nächsten Sitzung zu fassen.

Anwohner der Straße Hinter dem Graben hätten sich vor Wochen an die Fraktion der Grünen gewandt, mit der Aufforderung, gegen die zunehmende Vermüllung des Standortes aktiv zu werden, erklärte Christina Steinmann im Ausschuss. Daher hatten die Grünen einen Antrag gestellt und Möglichkeiten aufgezeigt, über die es zu diskutieren galt: Regelmäßige Entsorgung des Unrates rund um die Glascontainer oder die Verlagerung des Standortes, denn auf diesem Parkplatz befinde sich eine Versorgungsstation für Wohnmobile. Zudem sei es eine zentrale Anlaufstelle für Gäste – daher müsse man sich die Frage stellen, ob in unmittelbarer Nähe ein mit viel Unrat gefüllter Containerplatz passend sei.

Nein, das sei er nicht, befand später Horst Sassenberg (CDU), der dem Ausschuss ein idyllisches Bild malte: Ein Pärchen im Wohnmobil genießt den Abend. Bemalte Wand, Blühstreifen, Westseite, die Sonne geht malerisch unter, den Besuchern biete sich ein prächtiger Anblick in die Tiefe – und dann werde es laut, weil außerhalb der erlaubten Zeiten Glas eingeworfen werde.

Oliver Schäfer warnte vor einer „solitären Betrachtung des Standortes“: Falle einer weg, würden Glas und eben auch Müll woanders hingebracht. Zuweilen würden sogar weite Wege in Kauf genommen, meinte der Bürgermeister und verwies auf einen Fund kürzlich in Bückeburg, bei dem sich ein Zettel mit einer Adresse nach Paderborn auf einem Pappkarton befunden habe. Und wie wolle man dann nachweisen, dass die Mitbürgerin und nicht irgendjemand anders den Müll dort abgelagert habe? Generell sei die Stadt kein „Vertragspartner“ bei den Containern; vor Jahrzehnten habe der Landkreis nachgefragt, ob die Stadt ein paar geeignete Standorte nennen und zur Verfügung stellen könne.

Die Forderung von Steinmann, die Verwaltung sollte nach alternativen Plätzen suchen, gab Schäfer postwendend zurück: Im Rathaus habe man sich Gedanken gemacht, aber keine Alternative gefunden, daher: „Machen Sie Vorschläge.“

Sassenberg sah es so: „Bedarf für einen neuen Standort sehe ich im Moment nicht.“ Das schloss auch den Altkleidercontainer mit ein, wie er meinte: Der nächste Container stehe 400 Meter entfernt an der Vehlener Straße.

Schnellstmöglich sollte der Platz nun geräumt werden, meinte Sassenberg in seinem Antrag.

CDU und Grüne stimmten dafür, die SPD enthielt sich. Das letzte Wort hat nun der Rat. Geprüft werden soll zudem, ob künftig nicht schallgedämpfte Container aufgestellt werden könnten – egal, an welchem Standort.




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