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Treff im Stift

Vortrag über die Aue: Die Biografie eines Bachs

OBERNKIRCHEN. Über die Aue spricht Arne Boecker am kommenden Mittwoch, 3,. April, ab 19.30 Uhr im Stiftssaal. Der freie Journalist und Betreiber des Obernkirchen-Projektes „Strull & Schluke“ wird die „Biografie eines Baches“ im Rahmen der „Treff im Stift“-Themenwochen rund um das Wasser vorstellen.

veröffentlicht am 27.03.2019 um 15:38 Uhr
aktualisiert am 27.03.2019 um 16:10 Uhr

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Autor

Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite

Die (Bückeburger) Aue entspringt in Hattendorf und mündet in Petershagen in die Weser. Auf ihrem 39 Kilometer langen Weg hat sie über Jahrhunderte das Wirtschaftsleben dieser Region geprägt. Als Beispiele seien die Mühlen in Rolfshagen, Buchholz und Ahnsen genannt.

Und natürlich Vehlen: Die um 1890 erbaute Mühle wurde erst Anfang der Neunzigerjahre endgültig stillgelegt. Erstmalig wurde der Mühlenbetrieb zwischen 1530 bis 1540 erwähnt. Die Mühle, der benachbarte Meierhof mit der kleinsten Brauerei Niedersachsens und der Mühlenbach entlang der Straße mit dem Wehr sind erfreulicherweise noch als Ganzes zu betrachten. Das Wehr, das auf 1714 datiert ist, ist die wertvollste erhaltene historische Stauanlage im Verlauf der Bückeburger Aue. Es zweigt Wasser der Aue für den Mühlenkanal ab. Zwischen Futtermauern aus mächtigen Sandsteinquadern fließt dann die Aue über eine treppenartige Kaskadenkonstruktion in einen großen Kolk, der früher den Kindern aus der Umgebung zu ersten Schwimmübungen diente. Und nicht zu vergessen: Eisenhämmer stellten unter anderem in Bernsen, Rolfshagen und Buchholz Äxte, Spaten und Sensen her.

Mithilfe alter Unterlagen, vor allem aber von Zeitzeugen-Berichten, zeichnet Boecker an diesem Abend nach, welche Rolle die Aue früher im Leben der Anrainer gespielt hat.

Der Eintritt kostet sieben Euro, ermäßigt ist die Hälfte fällig.




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