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Politik und Verwaltung prüfen Veränderungen für Lange Straße und Friedrich-Ebert-Straße

Wird Schneckentempo aufgehoben?

OBERNKIRCHEN. Autofahrer, die auf der Langen Straße und auf der Friedrich-Ebert-Straße unterwegs sind, dürfen derzeit nur Schrittgeschwindigkeit fahren. Fußgänger haben absoluten Vorrang. Das könnte sich schon bald ändern. Politik und Verwaltung in Obernkirchen denken darüber nach, dort eine Tempo-20-Zone einzurichten.

veröffentlicht am 18.12.2018 um 17:19 Uhr
aktualisiert am 18.12.2018 um 18:40 Uhr

Wird auf der Langen Straße und der Friedrich-Ebert-Straße die Schrittgeschwindigkeit aufgehoben? Politik und Verwaltung beraten darüber. Foto: leo
Leonhard Behmann

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Autofahrer kämen dadurch zwar nicht sehr viel schneller voran, für Fußgänger hätte dass allerdings Konsequenzen.

„Eigentlich ist dieser Teil der Innenstadt eher ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“, erklärt Kerstin Farr, Leiterin des Fachbereiches Bürger. Mit den vielen Geschäften lädt die City in diesem Bereich zum Einkaufen ein. Der Fahrzeugverkehr hat daher zugenommen. Derzeit haben auf der Langen Straße und auf der Friedrich-Ebert-Straße Fußgänger Vorrang. Das bedeutet: „Fußgänger dürfen auf der Straße gehen – und Autofahrer müssen Rücksicht nehmen“, erklärt Farr. Diese Regel würde allerdings nicht mehr gelten, sollte die Politik dafür stimmen, dass die Straßen künftig als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich gelten. Der Bürgersteig muss sich dann von der Straße abgrenzen. „Fußgänger dürften dann nur noch den Bürgersteig nutzen“, erklärt die Leiterin des Fachbereiches Bürger. Baulich müsse jedoch nichts verändert werden. „Der Bürgersteig grenzt sich schon jetzt von der Straße farblich ab, weil hier ein anderes Pflaster verwendet wurde“, sagt Farr. Diese Abgrenzung sei ausreichend.

Diese Änderung würde für Autofahrer noch einen Vorteil bringen. „Im verkehrsberuhigten Geschäftsbereich darf zehn bis 20 Stundenkilometer schnell gefahren werden“, sagt Farr. Bisher gilt auf der Langen Straße und der Friedrich-Ebert-Straße Schritttempo. Der verkehrsberuhigte Geschäftsbereich soll, anders als jetzt der verkehrsberuhigte Bereich, in der Langen Straße erst an der Einmündung Bornmann-Parkplatz beginnen und bis zum Marktplatz gelten. In dem Bereich von der Einmündung Bornemannplatz in Richtung der Straße Kalte Weide würde dann Tempo 30 gelten. „Außerdem könnte man dort dann ohne Beschränkung der Dauer parken“, sagt Farr.

Die Debatte um die Änderung der Tempo-Zone war bei einem Treffen von Vertretern von Straßenverkehrsamt, Stadtverwaltung und Polizei ins Rollen gekommen. „Bei dem Vororttermin ist den Experten aufgefallen, dass der Bereich der Langen Straße die Voraussetzungen für einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich erfüllt“, so Farr.

Die Mitglieder des Bürger- und Bildungsausschusses haben sich noch keine Meinung gebildet. Weitere Beratungen im Verwaltungsausschuss und im Stadtrat seien ohnehin nötig, sagt Farr. Derweil sei die Verwaltung dabei zu prüfen, ob sich die Änderung überhaupt problemlos umsetzen lässt, denn: „Wenn die Bürgersteige nicht mehr von Autos befahren werden dürfen, dann könnte die Lange Straße zu eng für den Begegnungsverkehr sein“, erklärt Farr.




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