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Verwaltung: 3000 Euro pro Stück

Zwei neue Tore? „Aus Ortschaftsmitteln nicht bezahlbar“

GELLDORF. Auf der Schulwiese am Feuerwehrgerätehaus sind die beiden alten Fußballtore abgebaut worden, da diese aufgrund Alters marode waren. Die von der Stadt Obernkirchen genannten Kosten für die Anschaffung neuer, den heutigen Sicherheitsanforderungen genügender Tore sind beim Gelldorfer Ortsrat auf Kritik gestoßen.

veröffentlicht am 03.06.2019 um 00:00 Uhr

Auf der Schulwiese steht zwar noch ein Ballfangzaun, aber die beiden Fußballtore sind abgebaut worden. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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GELLDORF. Weil die beiden Fußballtore auf der Schulwiese in Gelldorf nicht mehr verkehrssicher waren, sind diese vom Bauhof der Stadt Obernkirchen abgebaut worden. Festgestellt worden waren deren altersbedingte Mängel im Rahmen einer Routinekontrolle.

Hierzu erklärte der Leiter des städtischen Bau-, Planungs- und Umweltamtes, Norbert Eßmann, bei der Sitzung des Ortsrates Gelldorf, dass solche Tore heute erhöhte Sicherungsanforderungen erfüllen müssen, wenn diese auf einem frei zugänglichen Platz stehen. Demnach müssen die Tore beispielsweise fest im Boden verankert sein. Außerdem gibt es ihm zufolge auch die Tornetze betreffende Vorschriften: Demnach muss im oberen Bereich des Tores auf ein Netz verzichtet werden, damit sich Personen, die eventuell auf dem Tor herumklettern, dort nicht in einem Netz verfangen können. Alternativ ist aber auch ein mit einem stahlverstärkten Netz beziehungsweise Stahlnetz ausgerüstetes Tor zulässig, bei dem dieses Risiko nicht besteht.

Die Kosten für ein den Sicherheitsanforderungen genügendes Fußballtor bezifferte Eßmann auf rund 3000 Euro pro Stück.

„Dann baue ich selber so ein Ding“, kommentierte das SPD-Ratsmitglied Klaus Leinemann den genannten Anschaffungspreis. Und Helga Winschel (Team Gelldorf) stellte in Anspielung auf die die Fußballtore betreffenden Sicherheitsvorschriften die Frage in den Raum, wie man denn früher bloß als Kind groß geworden sei.

Den Preis könne er nicht nachvollziehen, kritisierte auch Ortsbürgermeister Andreas Hofmann (Team Gelldorf). Bislang hätten doch die normalen Tornetze gereicht. Mehr als 1000 Euro dürfe ein fünf Meter breites Standard-Fußballtor seiner Meinung nach jedenfalls nicht kosten, befand er. „Aus Ortschaftsmitteln können wird das nicht bezahlen“, betonte Hofmann. Auch dann nicht, wenn die Stadt solche Tore verlange.

Die Stadt Obernkirchen habe nur Geld für ein einzelnes Fußballtor, erklärte daraufhin Eßmann. Aber vielleicht könne man ja einen Mengenrabatt aushandeln, wenn man mehrere Tore auf einmal kaufe.

„Ein Tor ist besser als kein Tor“, erwiderte Hofmann. Gleichwohl merkte er an, dass jedoch grundsätzlich zwei Fußballtore auf der Schulwiese erforderlich seien.

Ein Beschluss wurde bei der Ratssitzung zu diesem Thema nicht gefasst.

In einem späteren Gespräch mit dieser Zeitung war von Hofmann zu erfahren, dass der Ortsrat inzwischen ein Angebot eines Lieferanten aufgetan habe, bei dem zwei geeignete Fußballtore zum Preis von insgesamt rund 3800 Euro (inklusive Lieferung) erhältlich seien. Diese Information habe man der Stadtverwaltung zukommen lassen.




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