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Züchterin Ute Nolting probiert schon mal

„150 Prozent Bio“: Bananen-Ernte im Wohnzimmer

RINTELN. Ute Nolting ist stolze Besitzerin selbst gezüchteter Bananen. Zwar hat sie keine Plantage in tropischen Gefilden, aber die braucht die Rintelnerin auch gar nicht: Die Bananen wachsen bei ihr im Wohnzimmer.

veröffentlicht am 06.02.2019 um 14:56 Uhr
aktualisiert am 06.02.2019 um 19:20 Uhr

Die Zimmer-Bananen von Ute Nolting werden langsam reif. Foto: pr.
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Autor

Ortrud Büthe Redaktionsassistentin
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RINTELN. An der Küste von Costa Rica findet man sie normalerweise. Oder in Ecuador, Kolumbien, Peru, rund um den Äquator. Tropisches Klima mit Temperaturen zwischen 23 und 32 Grad mögen sie gern – Bananen. Im eher kühlen Europa fühlen sich die Früchte nicht sonderlich wohl, und frostige Temperaturen überstehen sie gar nicht. Doch in Rinteln, bei unserer Leserin Ute Nolting im Wohnzimmer, da hat das Klima offenbar gepasst, denn dort gedeihen Bananenpflanzen.

Zwei Stauden hat sie, mit mehr als 30 großen Früchten, die jeweils circa 15 Zentimeter lang sind, und die sich nun langsam von Grün zu Gelb verfärben. „Wenn die Früchte reif werden, verliert die Pflanze ihre Blätter“, erzählt Nolting. „Aus der letzten Blattreihe, wo der dicke Strang mit Früchten dranhängt, wird geerntet.“

Die hoch gewachsenen Pflanzen in Hydrokultur standen lange ohne Früchte und wurden einfach regelmäßig mitgegossen. „Irgendwann war eine Blüte daran, und die trug dann Früchte“, berichtet Nolting. Die Früchte seien „selbstbestäubend“, weiß sie. Viele hätten hierzulande ihre Bananenpflanzen draußen in der Erde eingepflanzt, aber im Freien seien die klimatischen Bedingungen ungünstig.

Für ihre Zimmer-Südfrüchte hat Nolting nach eigenem Bekunden nicht viel tun müssen: Windschutz und Luftbefeuchter dienten dazu, das Klima für die Pflanzen zu verbessern, regelmäßig gegossen habe sie auch, ansonsten sei der Pflanzenstandort aber „kein Gewächshaus, sondern reines Wohnzimmer“, betont sie. Und: „Es hängen Ableger dran.“ Einer weiteren Rintelner Zucht der süßen Früchte steht also nichts im Wege.

Die erste Banane wurde schon gepflückt und erst mal in der Mitte durchgeschnitten. „Die war aber noch sehr grün“, erzählt Nolting. Als die Bananen dann gelb wurden, hat sie richtig probiert. Offenbar kostete es zunächst Überwindung, die Früchte einer Zimmerpflanze zu essen, aber: „Wir leben noch“, sagt Nolting lachend. Die Früchte seien „nicht so fest und hart wie solche, die man im Laden kauft“, aber auch nicht matschig. „Ganz lecker“, lautet ihr Urteil, und sie fügt hinzu: „Das ist 150 Prozent Bio.“




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