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Landgericht lädt 17 Zeugen vor, um den Tod eines 22-Jährigen kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres zu klären

29-Jähriger wegen tödlicher Schüsse vor Gericht

veröffentlicht am 07.05.2019 um 18:41 Uhr
aktualisiert am 07.05.2019 um 20:10 Uhr

Nach einem Streit soll der Angeklagte die Wohnung an der Feldstraße verlassen haben, um eine Waffe zu holen. Foto: Archiv
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Jakob Gokl Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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STEINBERGEN/BÜCKEBURG. Bis kurz vor der Gerichtsverhandlung haben Kriminalermittler in Steinbergen noch nach der Tatwaffe gesucht: Ob sie gefunden wurde, ist derzeit unklar. Ein 29-Jähriger aus Steinbergen wird beschuldigt, einen 22-Jährigen aus Porta Westfalica nach einem Streit am 22. Dezember 2018 mit einer Schusswaffe getötet zu haben (wir berichteten).

In jedem Fall wird der Gerichtsprozess kommende Woche seinen Auftakt finden. Weitere zehn Termine hat die 1. Große Strafkammer des Schwurgerichts am Bückeburger Landgericht anberaumt, um Licht ins Dunkel der tödlichen Tat zu bringen.

Angeklagt ist ein 29-Jähriger aus Steinbergen. Er soll nach einem Streit an der Feldstraße in Steinbergen die Wohnung verlassen haben, um nach einiger Zeit mit einer Schusswaffe zurückzukommen. Er soll dann aus der Bauchtasche heraus auf den Kontrahenten geschossen und diesen tödlich verletzt haben, so die Anklage. Der 22-Jährige verstarb während der notärztlichen Behandlung. Polizisten konnten den Angeklagten noch am Tatort festnehmen.

Nach Informationen dieser Zeitung befanden sich neben den beiden Beteiligten noch weitere Personen in der Wohnung – offenbar wurde dort eine Party gefeiert, während der es dann zu dem letztendlich tödlichen Streit gekommen ist. Noch im März suchten Bereitschaftspolizisten aus Hannover entlang des Bahndamms nach einer Schusswaffe.

Insgesamt wurden für die Gerichtsverhandlung 17 Zeugen und ein Sachverständiger geladen. Eine Urteilsverkündung ist erst für Juli geplant.




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