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Ökologisches Mähkonzept

Abgeräumt: Ehrenamtliche in Exten im Einsatz

EXTEN. In Exten an der Lammert hat es jüngst einen Einsatz von mehreren Freiwilligen gegeben, organisiert vom Nabu Rinteln und dem Ortsrat Exten. Das Ziel: Feldränder ökologisch sinnvoll mähen, sodass seltenere Kräuter und Wildblumen durchkommen können. Dazu mussten sie auch selber zur Harke greifen:

veröffentlicht am 11.06.2021 um 13:04 Uhr
aktualisiert am 13.06.2021 um 17:50 Uhr

EXTEN. In Exten laufen derzeit mehrere Naturschutzprojekte im Rahmen des Projekts „Hier blüht euch was“ in Kooperation von Stadt, Unternehmen, Privatpersonen und dem Naturschutzbund. In Exten kommt außerdem bereits ein Teil des „ökologischen Mähkonzepts“ der Stadt zum Tragen, berichtet der Nabu.

So sorgte jüngst ein Landwirt an der Lammert mit einem hydraulisch gesteuerten Ausleger dafür, dass bei der Mahd junge Sträucher und Bäume verschont bleiben, während sich sein robustes Mähwerk durch brusthohes Gras und Brennnesseln arbeitete. Die sollen weichen, um Blütenpflanzen Licht und Luft zu verschaffen.

Damit diese am Boden nicht vergeblich um ihre Existenz kämpfen, muss das üppige Schnittgut anschließend abgetragen werden. Zurzeit fehlt beim städtischen Baubetriebshof dafür noch geeignetes Gerät (wir berichteten), deshalb griffen Ehrenamtliche hier nicht nur zum Steuer des Traktors, sondern auch zu Handgeräten wie Harke und Maisgabel. Die meisten der Beteiligten waren Anwohner aus der Nachbarschaft. Mit vereinten Kräften landeten Gras und Kraut auf dem Anhänger. Organisiert wurde die Aktion vom Nabu Rinteln gemeinsam mit dem Ortsrat Exten.

Dies ist laut Nabu „ein experimenteller Beitrag zum ökologischen Mähkonzept der Stadt Rinteln, das gerade in Arbeit ist – und übrigens längst noch nicht fertig, wie manche meinen“. Außerdem sei die Aktion an der Lammert „ein gelungenes Beispiel für Bürgerbeteiligung“, die anstrengend gewesen sei, aber auch richtig Spaß gemacht habe. Da wollten wohl auch sieben junge Hausgänse vorbeischauen: Ausreißer, die sich verlaufen hatten. Nach erfolgreicher Recherche fanden sie schließlich zurück nach Uchtdorf in ihr Gehege – per Fahrradanhänger.

Das Ergebnis der Mäh- und Räumaktion an der Lammert kann man online unter www.hierbluehteuchwas.de sehen. r




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