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Kulturabend: Nicht über-, sondern miteinander lachen

Abiturienten nehmen Lehrer auf den Arm und mit auf die Bühne

RINTELN. „Vorhang auf, Manege frei!“ lautete das Motto des diesjährigen Abikulturabends, der traditionell vom Abijahrgang veranstaltet wird und am vergangenen Freitag stattfand. Das Abi-Motto, das sich in einigen Monaten wohl auf Pullis und Shirts wiederfinden wird, lautete in diesem Jahr „Circus ABIgalli“.

veröffentlicht am 27.01.2019 um 15:29 Uhr
aktualisiert am 27.01.2019 um 22:20 Uhr

Raterunden und Sketche gehörten auch zum Abigalli-Kulturabend. Foto: tol

Autor:

Gloria Lucie Alter
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RINTELN. „Vorhang auf, Manege frei!“, so lautete das Motto des diesjährigen Abi-kulturabends, der traditionell vom Abijahrgang veranstaltet wird und am vergangenen Freitag stattfand. Das Abi-Motto, das sich in einigen Monaten wohl auf Pullis und Shirts wiederfinden wird, lautete in diesem Jahr „Circus ABIgalli“. Alles drehte sich also rund um den Zirkus, der sich jedoch nur stellenweise im Programm des bunten Abends wiederfand.

Das Licht geht aus, Hanna und Simon treten samt Band auf die Bühne und stimmen ein Duett an. Der erste Gänsehautmoment ist gesichert. Es soll nicht der letzte bleiben. Die Moderatoren Robin und Lukas führen mit Humor durch den Abend und lassen an Carpool-Karaoke mit vier unterschiedlichen Lehrern und einem selbst gedrehten Musikvideo erkennen, dass sie sich mit großem Engagement in das Konzept miteingebracht haben.

Wie jedes Jahr ist Zeit für Kultur, aber auch für Blödsinn. Auf eine charmante Art schaffen es die Abiturienten, nicht nur über Lehrer zu lachen, sondern auch mit ihnen, da sie sie immer wieder in ihre Sketche oder Rätselspiele integrieren, sei es der als Jäger (und Lehrer) auftretende Lars Büttner, der sich neben dem naturwissenschaftlichen Unterricht am liebsten über Schweine und Rotwild unterhält, oder der „echte“ Büttner, der wenig später tatsächlich auf der Bühne sitzt und um die Wette quizzt. Der Zuschauer kann so einen eigenen Eindruck von dem „echten“ Lehrer gewinnen. Das schafft Nähe und Authentizität.

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Der Abichor unter der Leitung von Sven Rundfeldt. Foto: tol

Der Abi-Chor besticht durch die große Anzahl an mitwirkenden Schülern und stimmt „We’re all in this together“ an, das wohl bekannteste Lied aus den Highschool-Musical-Filmen. Einen zweiten Auftritt des Chors hätte sich so mancher an dem Abend sicherlich noch gewünscht, dafür sorgt aber die Abi-Band für die richtige Stimmung und lässt Umbaupausen kurzweilig erscheinen.

Zwei Poetry-Slams geben dem Abend die nötige Tiefe. Die Abiturprüfungen stehen fast vor der Tür und so fällt – zitiert nach den drei Poetry-Slammerinnen – dem einen oder anderen neben „essen, lernen, schlafen“ bisweilen wohl auch die Frage ein: „Warum ist Zeit so schnell vergangen?“

Der Jahrgang macht den Eindruck, dass man hier zusammenhält und „dass man auf eine gute Art unterschiedlich ist“, wie in einem englischsprachigen Lied des Abi-Chors besungen wird.

Nach dreieinhalb Stunden abwechslungsreicher Unterhaltung geht der Kulturabend zu Ende. Der Vorhang des Schullebens fällt – noch nicht jetzt, aber bald. Bis dahin ist es für die Abiturienten Zeit, sich an den gelungenen Abend zu erinnern und in ähnlich guter Vorbereitung in die Prüfungen zu starten.




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