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Künftig vier neue Studiengänge

Academia Rinteln: Medizinisches Studium ohne Numerus clausus

RINTELN. Rintelns Diploma-Hochschule, die Academia, wird bald mindestens drei weitere Studiengänge anbieten. Die Auswahl basiert auf Bedarfsermittlungen, die ein Projektbüro in der Region durchgeführt hatte. Die Studiengänge sollen dazu beitragen, dem regionalen Fachkräftemangel entgegenzutreten.

veröffentlicht am 04.06.2019 um 15:24 Uhr
aktualisiert am 04.06.2019 um 17:42 Uhr

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Cornelia Kurth Reporterin zur Autorenseite
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Im September 2018 hatte die Stadt das Projektbüro „Che Consult“ damit beauftragt, eine Basisanalyse für die Entwicklung weiterer Studiengänge an der Hochschule zu liefern. Das Büro befragte dazu einerseits Unternehmen aus der Region und ermittelte andererseits das regionale Nachfragepotenzial nach akademischen Ausbildungsplätzen sowie insgesamt den Bildungsbedarf für Menschen mit Hochschulzugangsberechtigung.

Die Recherchen bezogen sich auf die Regionen der Kommunen, die das Projekt mitfinanzieren, also Hameln, Hessisch Oldendorf, den Landkreis Schaumburg und das Einzugsgebiet der „Lokalen Aktionsgruppe Nord-Lippe“ mit Dörentrup, Extertal, Kalletal und Barntrup. Dabei ging es unter anderem um die Ermittlung von Schüler- und Schulabgängerzahlen, um die Studiengänge anderer Hochschulen und um Präferenzen potenzieller Studenten.

Aus Basisanalyse und anschließender Diskussion mit regionalen Branchenvertretern wurden vier für die Region passenden Studiengänge abgeleitet und entsprechende Studiengangkonzepte entwickelt. Die geplanten Studiengänge sind die medizinische Ausbildung (ohne Numerus clausus) zum „Physician Assistant“, dazu „Tourismusmanagement“ und „Elektro- und Informationstechnik“. Ob der ebenfalls gewünschte Studiengang „International (Business) Management“ tatsächlich eingeführt wird, sei noch ungewiss, so eine Mitteilung der Stadt, da die Umsetzung hohe personelle und finanzielle Ressourcen benötige.

Seit Anfang März befinde sich die Stadt gemeinsam mit dem Projektbüro in der Umsetzungsphase der Hochschulpläne. Anfang Mai habe man sich mit Vertretern der regionalen Kliniken und anderer Gesundheitseinrichtungen getroffen, um konkret über Bedarf und Erwartungen an den Studiengang Physician Assistant zu beraten. Dozenten der „Fachhochschule für den Mittelstand Bielefeld“ stellten den dort bereits angebotenen jungen Studiengang vor. Man wolle für die nächsten Schritte eng mit den genannten Einrichtungen zusammenarbeiten, um diese medizinische Ausbildung möglichst zeitnah in Rinteln anbieten zu können.

Für Anfang Juli ist ein vergleichbares Treffen in Bezug auf den zukünftigen Studiengang „Tourism Management“ geplant, unterstützt von Matthias Gräbner vom Touristikzentrum Westliches Weserbergland.




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