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Aufgefallen: Alkoholkonsum von jungen Messebesuchern

Alkohol am Autoscooter

Das Verhalten vieler Jugendlicher hat an allen vier Messetagen für Aufmerksamkeit gesorgt. Einige mussten von den Helfern der DRK-Bereitschaft betreut werden. Häufig war übermäßiger Alkoholgenuss die Ursache.

veröffentlicht am 06.05.2019 um 21:53 Uhr

Diese Flasche Wodka liegt den ganzen Montag über an einer Ecke am Autoscooter. Viele junge Besucher brachten sich eigene Getränke mit. Foto: tol
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Tobias Landmann Fotoreporter zur Autorenseite
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RINTELN. Das Verhalten einiger Jugendlicher ist keine Glanzleistung. Sie konsumierten während der Rintelner Messe mitgebrachte alkoholische Getränke.

Noch vor der offiziellen Eröffnung mussten die Helfer der DRK-Bereitschaft am Freitag gegen 15 Uhr einen Rettungswagen rufen, damit ein junger Festbesucher versorgt werden konnte. Dies wirft die Frage auf: Wird auf der Rintelner Messe nicht kontrolliert? Wer achtet auf Einhaltung des Jugendschutzes?

Die Gastronomen der Messestände verhalten sich, wie es das Gesetz verlangt. Sie schenken an ihren Ständen keinen Alkohol an Minderjährige aus. Brauchen sie scheinbar auch nicht. Unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist es viel mehr üblich, dass sie bereits zu Hause oder bei Freunden hochprozentige Getränke konsumiert haben. Oder sie haben kurzerhand eigene Flaschen dabei – mit unterschiedlichen Mixturen.

Softdrinks oder Icetea sind nicht immer drin, selbst wenn es auf dem Etikett steht. Am Wochenende und auch gestern konnte man beobachten, wie direkt aus Wodka- oder Kräuterlikörflaschen getrunken wurde.

Aktiv schreiten die Behörden kaum ein. Das Ordnungsamt der Stadt Rinteln verweist an den Kreisjugendpfleger des Landkreis Schaumburg, der kontrollieren dürfte. Die nächste Großveranstaltung ist das Altstadtfest im August.

Die Polizei Rinteln setzt regelmäßig Fußstreifen ein – Beamte in Uniform, aber auch zivil, erläuterte Tamara Ehrmantraut-Riechers. „Wir haben am Wochenende Personen kontrolliert“, so die Leiterin des Einsatz- und Streifendienstes, „diese waren jedoch alle volljährig.“

Rintelns Stadtjugendpfleger Sebastian Beck ist das Problem nicht unbekannt. Sein Team und er sind im Familienzentrum Ansprechpartner und Vertrauensperson für die Jugendlichen. „Wir sprechen auch über die Messe und richtiges Verhalten.“

Dennoch schaute Beck selbst am Sonntag und Montag auch am Autoscooter vorbei. „Seine Jugendlichen“ hätten sich gut benommen. Andere Auffällige waren hingegen nicht aus Rinteln.

Allerdings, wenn Ordnungshüter einschreiten, kontrollieren oder Anweisungen geben, offenbart sich ein weiteres gesellschaftliches Problem: Es fehlt an Respekt und Achtung.




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