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Verein hofft auf Spenden

Arbeit in Eigenregie: DLRG erweitert Vereinsheim

RINTELN. Knapp 400 Stunden ehrenamtliche Arbeit liegen in den Räumen, durch die Joachim Spohr, Marius Spohr und Lutz Hoppe führen. Die DLRG-Mitglieder zeigen, was seit Oktober auf dem Gelände des Weserangerbades entsteht: das neue DLRG-Heim. Jetzt hofft der Verein auf Sach- oder Geldspenden.

veröffentlicht am 07.01.2019 um 17:26 Uhr
aktualisiert am 08.01.2019 um 19:30 Uhr

Im März soll alles größtenteils fertig sein: Joachim Spohr (v. l.), Lutz Hoppe und Marius Spohr präsentieren den neuen DLRG-Bau. Foto: mld
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Marieluise Denecke Redakteurin / Online zur Autorenseite

RINTELN. Knapp 400 Stunden ehrenamtlicher Arbeit stecken in den Räumen, durch die Joachim Spohr, Marius Spohr und Lutz Hoppe an diesem diesigen Nachmittag führen. 400 Stunden Arbeit, die die Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe Rinteln in die Erweiterung ihres Vereinsheims gesteckt haben.

Die drei sind optimistisch und haben einen straffen Zeitplan im Kopf: „Unsere Hauptversammlung am 1. März werden wir hier drin abhalten“, erklärt Joachim Spohr mitten in dem Raum, der dann der neue Gruppen- und Versammlungsraum sein wird. Die Wände stehen, Elektrik und Heizung sind installiert, die Luft ist auf eine muckelige Temperatur hochgeheizt, die Fenster sind eingebaut: Keine Frage, die DLRG wird das hinbekommen.

Bislang verfügte der 390 Mitglieder starke Ortsverein über einen kleinen Gruppenraum auf dem Gelände des Weserangerbades. Doch die DLRG ist eine äußerst aktive Vereinigung. Bislang musste sie für ihre Kinder- und Jugendarbeit, Seminare, Fortbildungen und Trainings an andere Orte ausweichen.

Diese Zeiten sind bald vorbei: Seit Oktober erweitern die Wasserretter kräftig. 60 Quadratmeter misst allein der Versammlungsraum, insgesamt 100 Quadratmeter der Erweiterungsbau. Der ist mit Küche – gesponsert von Möbel Adamson –, Büroräumen, Toiletten, Duschen und Lager gut ausgestattet. „So können auch mal andere Gruppen bei uns übernachten“, erzählt Joachim Spohr. Die Vorfreude merkt man ihm an. Der alte Gruppenraum ist inzwischen zur Werkstatt umfunktioniert worden. Vom Hauptraum aus führt eine neue, überdachte Terrasse in Richtung Freibadgelände. Veranstaltungen im Freien können die Wasserretter nun abhalten, ohne einige Tage vorher ein Zelt aufbauen zu müssen.

Beeindruckend: Nur der Rohbau wurde von den Bäderbetrieben gestellt. Alles Weitere – wie Heizung und Elektrik – stellen die DLRG-Mitglieder in Eigenregie und in ihrer Freizeit fertig. „Die Jugendlichen helfen toll mit“, erzählt Lutz Hoppe beim Rundgang.

Gebaut werden sollen außerdem vier Garagen. Denn die DLRG braucht viel Platz und zahlreiche Gerätschaften für die aktive Kinder- und Jugendarbeit, Schwimmtraining und Wasserrettung. Das fängt bei Neoprenanzügen an, die trocknen müssen, und geht über zwei Boote bis hin zu Anhänger und Bulli. „Bislang stand das überall in Rinteln verteilt“, so Spohr. Die Garagen zahlt die DLRG selbst. Dafür hat der Verein durch sorgsame Haushaltsführung in den vergangenen Jahren genug Geld zusammengespart.

Dennoch: Um die neuen Räume komplett auszustatten, reicht das Geld nicht. Es fehlen zum Beispiel noch Wandfarbe, Türen, Möbel, eine Waschmaschine. Daher hofft die DLRG auf Sach- und Geldspenden. „Ich habe im Kopf, was noch fehlt“, sagt Joachim Spohr. Da die DLRG ein gemeinnütziger Verein ist, kann er für Gaben eine Spendenbescheinigung ausstellen.

Kontakt: Wer der DLRG-Ortsgruppe Rinteln etwas spenden möchte, wendet sich am besten unter der Telefonnummer (01 73) 6 26 36 07 an Joachim Spohr.




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