weather-image

Dorfbrunnen soll restauriert werden

Arbeiterverein: Sechs Neueintritte sorgen für neuen Schwung

FRIEDRICHSWALD. Die Altvorderen gründeten im Jahr 1897 den Arbeiterverein Friedrichswald. Damit ist der Zusammenschluss von Werktätigen aller Berufsrichtungen der älteste Verein im Taubenberg-Dorf direkt an der Landesgrenze zum heutigen Nordrhein-Westfalen.

veröffentlicht am 08.03.2019 um 16:24 Uhr

Vorsitzender Thorsten Franz (Mitte) ehrte die Goldjubilare Roland Meier (links) und Siegmund Becker. Als diese vor 50 Jahren dem Arbeiterverein beitraten, war der 37-Jährige noch gar nicht geboren. Foto: who
Porträt_who_120316

Autor

Werner Hoppe Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

FRIEDRICHSWALD. Und wie das Gros in der deutschen Vereine-Welt haben es die Nachfahren der Gründer von 1897 nicht leicht, Nachwuchs zu gewinnen. Doch Thorsten Franz machte in seinem Bericht zur Jahresversammlung Mut: „Wir haben uns ein bisschen verjüngt.“

Bezeichnend dabei ist: Der Vorsitzende gehört mit seinen 37 Lebensjahren selber zu den Jüngsten des Vereins. Erst im vorigen Jahr hat er sich vom langjährigen Vorsitzenden, Friedrich Sellmann, für den Beitritt gewinnen und gleich auch als dessen Nachfolger wählen lassen – nicht zuletzt, um eine Belebung für das Vereinsleben zu bewirken.

Sechs neue Mitglieder traten bei dieser Hauptversammlung ein. Damit zählt der Arbeiterverein jetzt 30 Personen. Zuvor waren noch einige ermunternde Worte notwendig, um auch den Letzten des Nachwuchssextetts zur Unterschrift auf dem Aufnahmeformular zu bewegen. Die versammelten Mitglieder sprachen sich in öffentlicher Abstimmung für die Aufnahme der Neulinge aus. „Wir mussten damals noch rausgehen, als über unsere Aufnahme abgestimmt wurde“, erinnerten sich Roland Meier und Siegmund Becker.

Damals, das war vor 50 Jahren. Heute sind beide Goldjubilare des Arbeitervereins Friedrichswald. Der junge Vorsitzende würdigte vor der Traditionsfahne die Treue Meiers und Beckers über ein halbes Jahrhundert hinweg mit der feierlichen Überreichung von Ehrenurkunde und Präsent, bevor die Versammlung mit dem Ausblick auf die kommenden Veranstaltungen in diesem Jahr aufs Finale zusteuerte.

Dabei zeigte es sich, dass es gemeinsame Interessen mit der Ortsfeuerwehr, der anderen größeren Vereinigung in Friedrichswald, gibt. So werde es wieder eine gemeinsame Müllsammelaktion mit den freiwilligen Feuerwehrleuten sowie ein Sommerfest und einen Knobelabend geben, wie Franz bekannt gab.

Zugleich kündigte der Vorsitzende einen Paradigmenwechsel an. „Die Feuerwehr ist die große Überschrift, und wir sind die Fußnote, und das wollen wir ändern“, signalisierte Franz, der auch leitende Funktionen in der Feuerwehr innehat. Der Arbeiterverein wolle gerne auch wieder sein eigenes Gesicht zeigen und öffentlich als eigenständig wahrgenommen werden. Darum solle „etwa Mitte August/Anfang September mal wieder eine eigene Veranstaltung angeboten werden“. Geplant sei diese als mit grenzüberschreitendem, gut nachbarschaftlichem Charakter in der neu eröffneten Goldbecker Dorfkneipe. Hingegen sei die gemeinsame Fahrt auf 2020 vertagt worden, „weil wir zu viele Termine haben“. Unter anderem wird es darum gehen, den Dorfbrunnen zu restaurieren und zu reparieren und den Bereich drumherum aufzuhübschen. Das dürfte mehrere Einsatztermine erforderlich machen, Einsätze, an denen sich übrigens gerne auch Nichtmitglieder beteiligen dürfen, lädt Thorsten Franz zum Mitmachen ein.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare