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Landwirtsfamilie Baum bietet Blühpatenschaft an / Kooperation mit Umweltprojekt Feldwerk

Artenvielfalt: Heimische Landwirte bieten Blühpatenschaften an

STEINBERGEN/BUCHHOLZ. Noch ist der Frühling in weiter Ferne. Doch wenn das Thermometer klettert und die Landschaft erblüht, dann steht er vor der Tür. Nicht erst ab dem Frühling, sondern schon jetzt können Bürger und Unternehmen aus der Region eine Blühpatenschaft bei der Landwirtsfamilie Baum aus Steinbergen übernehmen. und das, obwohl noch keine einzige Blume blüht. Die Idee? In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Feldwerk stellt Carl-Heinz Baum ein Feld von 6000 Quadratmetern zur Verfügung.

veröffentlicht am 28.12.2020 um 17:07 Uhr
aktualisiert am 28.12.2020 um 22:20 Uhr

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Los geht es mit einer Fläche von 10 Quadratmetern die gegen eine Zahlung von 10 Euro „gemietet“ werden können. Ab 25 Quadratmetern wird der Pate auf der Feldwerk-Website genannt, ab 50 Quadratmetern winkt ein persönliches Zertifikat. Auch Firmen können Patenschaften übernehmen, hier beginnt die Fläche ab 25 Quadratmetern. Alle Patenschaften sind zwei Jahre lang gültig.

Nach der Möllenbecker Landwirtsfamilie Niehoff (wir berichteten) sind nun also auch die Baums aus Steinbergen dabei. „Es geht mir darum, die Leute mitzunehmen. Ich möchte als Landwirt zeigen, wie Artenschutz und Artenvielfalt vor der Haustür funktionieren“, erläutert Carl-Heinz Baum seine Entscheidung.

Doch die Baums realisieren das Projekt nicht alleine, wesentliche Unterstützung kommt vom Unternehmen Feldwerk. Die Frima stammt aus Löhne und wurde von Marco Schlomann, Tobias Krutemeier sowie Ulrich Krutemeier ins Leben gerufen. Ziel sei es, mehr Diversität in die Landschaft zu bringen. Dazu tragen die von Feldwerk bereitgestellten Blüh-Mischungen bei, die Baum im Frühjahr aussähen wird.

In den vergangen Jahren habe die Natur unter Flächenversiegelung und sich immer weiter ausdehnenden landwirtschaftlichen Flächen gelitten. Baum will ein Zeichen setzen. Ein Zeichen dafür, dass Artenschutz, Artenvielfalt und Landwirtschaft eben doch Hand in Hand gehen können. Die Kooperation mit Feldwerk sei eine tolle Möglichkeit, um die Vielfalt der Insekten zu bewahren und noch zu vergrößern. Diese positiven Veränderungen spürten dann auch anderen Tiere wie Vögel, Hasen und Igel, die in den neu entstandenen Lebensräumen Schutz finden. Aus dem Feld wird also ein ökologischer und aus dem Boden gestampfter Lebensraum.

Das Feld sei ein Anfang, bei positiver Rückmeldung und entsprechenden Abschlusszahlen könne sich Baum eine Erweiterung durchaus vorstellen. Die Einnahmen fließen übrigens in das Saatgut und administrative Aufgaben – auch der Landwirt beziehungsweise der Flächensteller bekommt seinen Teil ab.

Doch die Blühpatenschaften sind längst noch nicht alles. Feldwerk hat noch mehr im Angebot: „Bei uns können diverse Produkte gekauft werden. Vom Vogelhaus bis zum Saatgut oder Lebensmitteln wie Gin und Honig“, erzählt Marco Schlomann. Ein Blick in den Online-Shop ist empfehlenswert.

In einer Sache sind sich Baum und Schlomann einig: die Regionalität ist entscheidend. „Natürlich ist es ein Unterschied, ob ich den Regenwald in Brasilien durch Spenden unterstütze oder ob ich das Projekt hier vor der Haustür habe“, sagt der Feldwerk-Mann. Baum ergänzt: „Die Mensche können so direkt sehen, was sie gekauft haben und die Entwicklung immer verfolgen.“ feld-werk.de




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