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Festakt zum 50-jährigen Bestehen mit Rückblick und Ausblick / Aufsichtsrat Asche: „Sind gut für die Zukunft gerüstet“

Bald Ferienhäuser und Wellnessangebote am Doktorsee?

Rinteln (dil). Ein relativ großes Herzstück dieser Region, beliebt und bekannt weit über die Grenzen Rintelns hinaus, mit breitem Angebot für jeden Geschmack, jedes Alter und jeden Geldbeutel – so hat der Aufsichtsratsvorsitzende der Doktorsee GmbH, Manfred Asche, gestern das Geburtstagskind beschrieben. 50 Jahre ist die Ferienanlage alt, hat Höhen und Tiefen überstanden und erscheint ihm gut gerüstet für die Zukunft.

veröffentlicht am 25.07.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 20:41 Uhr

Nach der zünftigen Begrüßung durch den Musikzug Risse sowie das musikalische Duo Dana und Frank hieß Asche die rund 100 Jubiläumsgäste im Festzelt willkommen. Von den drei noch lebenden Gründungsmitgliedern Ilse Kothy, Wilhelm Droste und Friedrich Asche überbrachte er Grüße.

Friedrich-Wilhelm Hoppe, drei Jahrzehnte Geschäftsführer der GmbH und heute einer der Gesellschafter, hielt einen Rückblick bis in die Entstehung der Kiesteiche vor 100 Jahren. Einst noch ohne Konkurrenz im engeren Umfeld habe sich der Campingplatz rasch zum beliebtesten zwischen Ruhrgebiet und Braunschweig entwickelt, heute liege er in Niedersachsen vorn. Die Anlage stehe angesichts des demografischen Wandels und des Trends zu Wohnmobilurlaub auf Extraplätzen neuen Herausforderungen gegenüber. Die Stadt Rinteln hat in seinen Augen einen Fehler gemacht mit dem Ausweisen eines kostenlosen Reisemobilplatzes am Weseranger. Asche dankte Hoppe unter Beifall für dessen Einsatz, dieser gab den Dank zurück: „Ich danke, ich bin dafür ja schließlich all die Jahre auch bezahlt worden.“

Seit neun Jahren ist Uwe Deppe engagierter Geschäftsführer. Dieser blickte in die Zukunft. Der Trend zu mehr Urlaub in Deutschland verlange höherwertige Angebote. Ferienhäuser und eine Wellness-Anlage mit Saunen und Physiotherapeuten seien deshalb in Planung. Die Badelagune und die neue Riesenrutsche von 2009 seien bereits ein erfolgreicher Schritt in eine Zukunft mit weiter steigender Attraktivität gewesen. Weitere neue Komfortangebote sollen folgen.

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Erfolg wünschte nicht nur die stellvertretende Landrätin Helma Hartmann-Grolm, sondern auch Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz. Die Doktorsee GmbH sei mit ihren Investitionen, Arbeitsplätzen und Gästen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Eckpfeiler des Tourismusses für Rinteln. „Ich danke Ihnen für einen Badestrand, an dem niemand einen Personalausweis vorzeigen muss“, mochte er sich einen Seitenhieb auf die Konkurrenz am Stemmer See nicht verkneifen. „Neue Kiesteiche braucht Rinteln auch nicht“, sagte er Unterstützung von Rat und Verwaltung bei der Verhinderung von Auskiesungen südlich des Doktorsees zu, wie sie das Land Niedersachsen vorsieht. Buchholz übergab Asche als Geschenk ein Bild mit einer historischen Ansicht von Rinteln.

Historisches zeigte auch die Ausstellung von Fotos und Zeitungsausschnitten auf sechs Stellwänden, die im Herbst noch einmal in der Sparkasse an der Klosterstraße präsentiert wird. Da sah sich mancher Gast neben alten Autos wieder.

Hoppe begrüßte besonders Toos und Dirk Dijsktra aus Leeuwarden in Holland, die seit 40 Jahren Camper am Doktorsee sind und diesen mehrmals bei Touristikmessen in Utrecht werbend vertreten haben. Beide haben auch viele Ideen zu den früheren Festen am See beigesteuert, teilte der frühere Grundschulleiter Dijkstra mit. Die langjährigsten Camper überhaupt sind am Doktorsee Familie Zander und Gerda Pook aus Bielefeld, jeweils fast 50 Jahre dabei, teilte Hoppe mit.

Toos und Dirk Dijkstra sind mit 40 Jahren die treuesten holländischen Camper am Doktorsee, und zählten lange zu den aktivsten. Fotos: dil

Die Ausstellung von Fotos und Zeitungsausschnitten (hier von einem Hochwasser) weckt bei den Besuchern der Ausstellung Erinnerungen.




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