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Endlich geht es los

Bauarbeiten für Schul- und Kita-Parkplatz in Exten beginnen

EXTEN. Nach 14 Jahren geht es endlich los. 2005 ist in Exten zum ersten Mal über eine bessere Schulwegsicherung diskutiert worden. Die wird jetzt Realität. Gescheitert ist das über all die Jahre daran, dass die Stadt nicht die dafür notwendigen Grundstücke kaufen konnte. Dieses Problem ist gelöst.

veröffentlicht am 07.01.2019 um 15:14 Uhr
aktualisiert am 07.01.2019 um 18:20 Uhr

Am Montag haben Bauarbeiter zunächst den Gehweg vor der Einfahrt zum künftigen Parkplatz für „Elterntaxis“ abgesenkt. Am Dienstag beginnen die Baggerarbeiten auf dem dahinterliegenden Gelände. Foto: jan
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Hans Weimann Reporter
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EXTEN. Nach 14 Jahren geht es endlich los. 2005 ist in Exten zum ersten Mal über eine bessere Schulwegsicherung diskutiert worden. Diese wird jetzt Realität. Gescheitert ist das über all die Jahre daran, dass die Stadt nicht die dafür notwendigen Grundstücke kaufen konnte. Dieses Problem ist gelöst.

Gestern sind die ersten Bauarbeiter angerückt, um den Bürgersteig der Behrenstraße abzusenken für eine Zufahrt zum künftigen Parkplatz für die „Elterntaxis“ der Grundschul- und der Kindergartenkinder sowie der Mitarbeiterinnen von Kindergarten und Schule.

Wie Bauamtsleiter Andreas Wendt auf Anfrage bestätigte, schaffe man erst einmal ein „Provisorium“, einen geschotterten Parkplatz und einen Weg zu Kindergarten und Schule. Der endgültige Ausbau müsse noch geplant werden. Weil die Stadt dort mehr Grundstücksfläche gekauft hat, als für Parkplatz und Weg gebraucht werden, sollen auch Wohnhäuser entstehen. Das ist Thema der nächsten Ortsratssitzung am Dienstag, 5. Februar, in der die Pläne vorgestellt werden.

Auch der Lkw-Verkehr durch Exten hat einer neuen Verkehrszählung zufolge zugenommen. Foto: jan
  • Auch der Lkw-Verkehr durch Exten hat einer neuen Verkehrszählung zufolge zugenommen. Foto: jan

Inzwischen liegen auch Zahlen einer neuen Verkehrszählung für die Ortsdurchfahrt der Landesstraße 433 vor. Eindeutige Tendenz: Der Verkehr, vor allem der Schwerlastverkehr, hat gegenüber der letzten Zählung zugenommen, überraschenderweise auch an Wochenenden. Bisher sei das mit dem Umbau der Kreuzung in Steinbergen, dann mit dem Neubau der Brücke in Fuhlen, danach mit der Sanierung der Landesstraße von Krankenhagen bis Bösingfeld begründet worden, schilderte Ortsbürgermeister Bernd Kirchhoff. Doch auch nachdem diese Baumaßnahmen abgeschlossen worden seien, sei der Verkehr nicht weniger geworden. Und noch eine Erkenntnis hat die Zählung gebracht: Kaum ein Autofahrer hält sich an die 50 Stundenkilometer, die innerorts erlaubt sind. Die meisten sind schneller unterwegs.

Was Kirchhoff deshalb freut: Dank der Spenden von heimischen Firmen und Anwohnern habe man zwei Geschwindigkeitsmessanlagen, sogenannte „Smileys“, kaufen können. Diese werden mit Solarstrom betrieben (ein Anschluss an eine Straßenlampe ist an den geplanten Standorten nicht möglich) und an den Ortseingängen installiert.

Auch Markus Brockmann, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln, ist nach den Erfahrungen mit bereits installierten Anlagen von der positiven Wirkung von „Smileys“ überzeugt: Ein „Smiley“ sei zwar mit keinen Sanktionen verbunden, mache aber öffentlich, wie schnell jemand fährt. Auch dem Fahrer werde das bewusst gemacht.

Im Dorf sorgt man sich inzwischen, ob die 1854 gebaute, im Jahr 2000 sanierte Buntsandsteinbrücke über die Exter überhaupt für so viel Schwerlastverkehr ausgelegt ist. Hier gibt Brockmann Entwarnung: Die Brücke werde regelmäßig überprüft.

Ein weiteres Thema für die Sitzung im Februar: Weil strittig ist, ob die 50 bis 70 Jahre alten Säulenpappeln an der Exter an der Straße Vor den Höfen gefällt werden müssen oder nicht, hatte der Ortsrat ein zweites Baumgutachten angefordert.

Einschätzung des Gutachters: Eine Gefahr durch die Bäume bestehe zurzeit nicht, aber eine „besondere Aufmerksamkeit bei der Kontrolle“ sei notwendig. Die Bäume hätten inzwischen ihre maximale Lebensdauer erreicht.

Fazit des Gutachters: „Angesichts des erhöhten Unterhaltungsaufwandes und der begrenzten Lebensdauer der Pappeln“ sei es sinnvoll, „diese Pappeln durch andere einheimische und Feuchtigkeit liebende Gehölze zu ersetzen“. Darauf angesprochen, plädiert Kirchhoff für einen Kompromiss: Jede zweite Pappel wird gefällt, an ihre Stelle eine Schwarzerle gepflanzt, die nach Einschätzung von Fachleuten der ideale Baum für Uferböschungen ist.




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