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Kneipenbetreiber Michael Bode ärgert sich

Baustelle behindert Altstadtschenke

RINTELN. Michael Bode ärgert sich: Seit beinahe eineinhalb Jahren liegt seiner Kneipe eine Baustelle gegenüber. Und das in der Krankenhäger Straße, die mitten in der Rintelner Altstadt liegt und daher sowieso schon schmal ist.
„Wenn dann auch noch mittags die Schulbusse hier langfahren, dann ist hier richtig Theater“, erklärt Bode vor Ort im Gespräch mit dieser Zeitung.

veröffentlicht am 08.03.2019 um 15:46 Uhr

Michael Bode vor seiner Altstadtschenke

Autor:

Marieluise Denecke und Jakob Gokl
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Wegen der Großbaustelle kann der Verkehr schon seit Monaten nur einspurig geführt werden. Wegen der Straßenverengung, die der Verkehrsberuhigung dienen soll, wird der Verkehr zusätzlich behindert. „Dann stehen hier Busse auf der einen und Lkws auf der anderen Seite“, so Bode.

Bode betreibt die Kneipe „Altstadtschänke“. Ihm gegenüber baut Bauunternehmer Kay Steding ein Haus mit 13 seniorengerechten Wohnungen sowie Tiefgaragenstellplätzen (wir berichteten). Baubeginn war bereits im Sommer 2017. Eigentlich hätte die Immobilie Ende vergangenen Jahres fertiggestellt sein sollen. Die Fertigstellung hatte sich aber immer wieder verzögert. Zuletzt hieß es, im Januar würden die ersten Bewohner einziehen, im Februar die Baumaßnahme beendet. Eingezogen wurde mittlerweile tatsächlich, bestätigt Kay Steding nun, aber aufgrund von Lieferschwierigkeiten werde noch weiter gebaut.

Steding erwartet, dass in den nächsten 2-4 Wochen die Straße wieder komplett freigegeben werden kann. Straßenseitig werde die Baustelle nach derzeitigem Stand in etwa 4 Wochen beendet sein. Noch seien nicht alle Eigentumswohnungen in dem Neubau verkauft, verrät Steding.

Bode hofft auf das zügige Ende der Bauarbeiten. Gerade erst seien die Techniker für die Telefon- und Internetleitungen vor Ort gewesen – und zwar ohne Ankündigung, so Bode. Vor seiner Kneipe haben sie ein Loch im Bürgersteig gegraben, das tagelang nicht verschlossen wurde. Eine Metallrampe führt derzeit darüber hinweg. Das erschwere die Situation für die Fußgänger an dieser schmalen Stelle zusätzlich. „Ich muss den Leuten außerdem immer erklären, dass die Rampe nicht zu mir gehört“, so Bode. Der Bürgersteig sei bereits „zum wiederholten Mal“ aufgerissen worden.

Für die von Bode angemahnte Baustelle direkt vor der Kneipentür sieht Steding sich allerdings nicht verantwortlich. „Die Leitung führt zwar zu unserem Haus, die Baustelle macht die Telekom aber eigenständig.“ Da ein Rohr defekt gewesen sei, habe ein neues verlegt werden müssen.

Er ärgert sich außerdem über Haufen von Steinen und Splitt vor seiner Kneipentür, die von den Bauarbeiten herrührten. „Das tragen mir die Leute alles ins Haus!“, echauffiert sich der Kneipier. Er müsse daher den ganzen Tag über fegen und wischen. Auch Lieferungen für seine Kneipe erschwere die Baustelle, da Lieferwagen nicht mehr vernünftig vor der Tür parken könnten. „Neulich stand da ein Bagger, der einfach nicht weggefahren ist“, so Bode. Er ist von der Baustelle auch privat betroffen, denn er wohnt über der Altstadtschänke.




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