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Unerlaubtes Salzstreuen ordnungswidrig

Bei Frost: Bürger dürfen mit Sand vom Spielplatz streuen

RINTELN. Ab sofort dürfen die Bürger Sand aus den Sandkisten der städtischen Spielplätze entnehmen, um damit bei Frost die Wege zu streuen. Zugleich ist die Rintelner Verwaltung angehalten, einen unerlaubten Einsatz von Streusalz zu kontrollieren.

veröffentlicht am 06.12.2018 um 09:30 Uhr
aktualisiert am 07.12.2018 um 10:30 Uhr

Kein Sandkasten: Auf dem Spielplatz am Dingelstedtwall gibt es Sand nur unterm Klettergerät. Foto: jan
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Cornelia Kurth Reporterin zur Autorenseite

RINTELN. Ab sofort dürfen die Bürger Sand aus den Sandkisten der städtischen Spielplätze entnehmen, um damit bei Frost die Wege zu streuen. Zugleich ist die Rintelner Verwaltung angehalten, einen unerlaubten Einsatz von Streusalz zu kontrollieren und in Wiederholungsfällen Verwarnungen auszusprechen. So hat es der Stadtrat auf Antrag der Grünen beschlossen.

Nur FDP-Ratsherr Ralf Kirstan mochte da nicht zustimmen. Er habe nichts gegen die Nutzung von Sandkistensand als Streusand, so Kirstan. Doch zu fordern, das Ordnungsamt solle unerlaubten Salzeinsatz kontrollieren, das sei in seinen Augen der Wunsch nach einem Obrigkeitsstaat, der diesmal nicht in Stiefeln, sondern in Birkenstocksandalen daherkomme. Er enthielt sich bei der Abstimmung, die ansonsten einstimmig zugunsten des Antrages verlief.

Umweltschädliches Streusalz darf nach den Regelungen über die Straßenreinigung der Stadt Rinteln schon lange nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden, an Kreuzungen und Überquerungen zum Beispiel, und auch dann nur in einer Mischung mit sogenannten „abstumpfenden Mitteln“ wie Sand, Granulat oder Splitt. Wer es anders handhabt, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Weit ab vom Schuss ist der Spielplatz an der Kendalstraße. Ob die Anwohner sich wohl über Sandholverkehr in der Spielstraße freuen? Foto: jan
  • Weit ab vom Schuss ist der Spielplatz an der Kendalstraße. Ob die Anwohner sich wohl über Sandholverkehr in der Spielstraße freuen? Foto: jan

Wirklich neu ist nur, dass die Bürger sich benötigten Streusand direkt aus den Sandkisten der öffentlichen Spielplätze holen dürfen, etwa im Eimer oder in einer Schubkarre. „Dieses Angebot soll dazu beitragen, ein besseres Bewusstsein für die Umweltschädlichkeit von Streusalz zu schaffen“, so Christoph Ochs, Fraktionschef der Grünen.




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