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Ortstermin von MdB Maik Beermann

Besuch bei Stüken: Guter Umsatz, aber hoher Stahlpreis macht Sorgen

RINTELN. Schon der Umsatz im vierten Quartal 2020 war „ausgesprochen gut“, im ersten Quartal 2021 wurde Hubert Stüken GmbH & Co. KG ein neuer Umsatzrekord aufgestellt. Das teilte die Geschäftsführung des Rintelner Tiefzieh-Spezialisten Hubert Stüken beim politischen Ortstermin von MdB Maik Beermann mit. Große Sorge machen aber Lieferengpässe und Preissteigerungen:

veröffentlicht am 24.06.2021 um 17:30 Uhr

RINTELN. Schon der Umsatz im vierten Quartal 2020 war „ausgesprochen gut“, im ersten Quartal 2021 wurde Hubert Stüken GmbH & Co. KG ein neuer Umsatzrekord aufgestellt. Das wurde jüngst klar, als der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann den Rintelner Tiefzieh-Spezialisten besuchte. Auch die Standorte in China, Tschechien und USA erfreuen sich laut Geschäftsführung einer guten Nachfrage. Das Familienunternehmen beschäftigt in Rinteln sowie weltweit rund 1250 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2020 einen Umsatz von 178 Millionen Euro.

Beim Betriebsrundgang konnte sich der CDU-Politiker ein Bild von der aktuellen Auslastung im Rintelner Stammwerk machen. Die Produktion in den zwei Werken in der Weserstadt läuft laut Angaben der Geschäftsführung seit Monaten auf Hochtouren. Die fast 850 Beschäftigten haben alle Hände voll zu tun, die von den Kunden gewünschten Stückzahlen zu fertigen. So erzielte Stüken schon im vierten Quartal Umsätze auf Vor-Corona-Niveau. In Summe lag der Jahresumsatz 2020 wie bei den meisten Firmen unter Plan.

„Stüken ist vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Wir haben früh und flexibel reagiert,“ so Dr. Hubert Schmidt, Sprecher der Geschäftsführung. „Das erste Quartal 2021 übertraf alle Erwartungen. Für die nächsten Monate sieht es so aus, als würde sich die Nachfrage auf einem hohen Niveau stabilisieren.“

Es gibt aber auch Wolken am Himmel, betonte die Geschäftsführung: Große Sorgen bereiten der gesamten Branche die derzeit unzureichende Versorgung mit Stahl und anderen Gütern. Dies führe zu Engpässen und Produktionsausfällen. Die Stahlpreise steigen in einem bisher nicht gekannten Ausmaß. Auch bei anderen Metallen und sonstigen Gütern sieht Stüken deutliche Preissteigerungen.

„Wir brauchen wettbewerbsfähige Standortbedingungen“, forderte Schmidt. „Die Politik muss Anreize schaffen für Investitionen und Innovation in Deutschland. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit wird gefährdet durch teure Energie und die durch das Brennstoffemissionshandelsgesetz herbeigeführte Sonderlast für Unternehmen in Deutschland. Der versprochene Ausgleich für Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, lässt auf sich warten. Er muss auch für Unternehmen wie Stüken gelten und wirklich einen Ausgleich bewirken. Die Vorschläge des Bundesumweltministeriums sind absolut ungeeignet, diese Anforderung zu erfüllen. Auch für die Transformation der Automobilindustrie sind nationale Alleingänge zu vermeiden“, warnte Schmidt.

Weitere bürokratische Last komme mit dem Sorgfaltspflichtengesetz, das die internationale Menschenrechtslage verbessern soll, indem es Anforderungen an ein verantwortliches Management von Lieferketten für bestimmte Unternehmen festlegt. Bei Stüken greife das Gesetz zwar nicht, doch die großen Kunden würden die Forderungen direkt weiterreichen, so Schmidt: „Wir brauchen Regeln, die auch von mittleren Unternehmen ohne große Bürokratielasten erfüllt werden können.“ r




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