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Ab Samstag, 2. Februar, wieder geöffnet

Brandschutz: Restaurant „Stadtkater“ vorübergehend dicht

RINTELN. Nachdem bereits der Brückentorsaal wegen Brandschutzmängeln geschlossen werden soll, ist jetzt ein weiteres Gebäude in der Weserstadt aus demselben Grund dichtgemacht worden – das Restaurant „Stadtkater“ ist vorübergehend geschlossen. Am kommenden Samstag, 2. Februar, soll es wieder geöffnet werden.

veröffentlicht am 30.01.2019 um 14:50 Uhr
aktualisiert am 30.01.2019 um 19:31 Uhr

„Stadtkater“-Geschäftsführer Thomas Rathkolb (links) mit Rintelns Baudezernent Stefan Eggert-Edeler im neu geschaffenen Fluchtwegflur. Foto: tol
Leonhard Behmann

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RINTELN. Nachdem bereits der Brückentorsaal wegen Brandschutzmängeln geschlossen werden soll, ist jetzt ein weiteres Gebäude in der Weserstadt aus demselben Grund dichtgemacht worden: Das Restaurant Stadtkater ist vorübergehend geschlossen.

Bei der sogenannten Brandschutzüberprüfung seien Mängel entdeckt worden, erklärt Rintelns Baudezernent Stefan Eggert-Edeler auf Anfrage dieser Zeitung. Aus diesem Grund seien bestimmte Umbauarbeiten dringend notwendig, heißt es.

Betroffen ist vor allem die Austeilküche, denn: „Durch die Küche verläuft bisher ein Rettungsweg. Das darf so nicht bleiben“, sagt Eggert-Edeler. Die Küche und der Lastenaufzug müssen vom Rettungsweg getrennt sein – so ist nun mal die Vorschrift.

Die steinerne Außentreppe ist und bleibt zweiter Fluchtweg für Gäste des „Stadtkaters“. Fotos: tol

„Im Falle eines Brandes in der Küche wäre der Rettungsweg sonst durch das Feuer versperrt“, sagt Eggert-Edeler. Aus diesem Grund sei eine Fachfirma derzeit dabei, zwischen der Austeilküche und dem Lastenaufzug, mit dem Speisen von der Küche im Erdgeschoss nach oben transportiert werden, Wände einzuziehen. „Diese bestehen aus einem speziellen Gipskarton und halten Flammen längere Zeit stand. Die Wände bilden einen Flur“, erklärt der Baudezernent. In die Gipskarton-Wände würden Brandschutztüren aus Stahl eingebaut.

Im Erdgeschoss sind Elektriker damit beschäftigt, eine neue Brandmeldezentrale zu installieren. „Bei der Brandschutzüberprüfung war aufgefallen, dass sich die bisherige im Keller befindet. Sie sollte aber genau dort sein, wo die Feuerwehr das Gebäude betritt“, erzählt Eggert-Edeler.

Die neue Brandmeldeanlage wird nun direkt neben der Eingangstür angebracht, durch die die Feuerwehr das Stadtkater-Gebäude betritt. Dort befinde sich nun auch ein Schlüsselkasten. „Die Brandmeldezentrale ist nach dem Umbau zudem auf dem neuesten Stand der Technik“, sagt der Baudezernent.

Außer der Brandmeldezentrale wird auch eine neue Alarmanlage installiert. Die akustische Anlage soll die Gäste im Restaurant durch eine Sirene auf ein Feuer aufmerksam machen. „Zudem ermöglicht sie eine frühzeitige Räumung des Gebäudes“, erklärt Eggert-Edeler. Die Feuerwehr, aber auch der Betreiber des Stadtkaters können im Brandfall durch Lautsprecherdurchsagen die Menschen im Gebäude auffordern, es umgehend zu verlassen. Zudem kann per Durchsage mitgeteilt werden, welcher Rettungsweg benutzt werden soll, falls einer der üblichen Wege durch Feuer oder Brandrauch versperrt ist.

Die Bauarbeiten würden viel Staub und Dreck verursachen. „Zudem muss der Strom abgestellt werden, weil neue Leitungen für die Notausgangsbeschilderung verlegt werden“, sagt Eggert-Edeler. Auch aus diesem Grund habe man sich entschlossen, das Restaurant vorübergehend zu schließen. „Die groben Arbeiten sollen bis Ende der Woche abgeschlossen sein. Die Bauarbeiten, die dann noch erledigt werden müssen, können bei laufendem Betrieb durchgeführt werden“, meint Eggert-Edeler. Rintelns Baudezernent ist zuversichtlich, dass der Stadtkater nach der zweiwöchigen Sperrung am Wochenende wieder öffnen kann.

Bürgermeister Thomas Priemer hatte bereits nach der Schließung des Brückentorsaals angekündigt, alle städtischen Gebäude auf den Brandschutz hin überprüfen zu lassen. Die Mängel im Stadtkater waren allerdings bereits vor dieser Ankündigung aufgefallen. Mit der von Priemer Ende vergangenen Jahres angekündigten Überprüfung aller Gebäude sei noch nicht begonnen worden, erklärt Eggert-Edeler. „In diesem Jahr geht die Inspektion aber auf jeden Fall los.“ Auch wurde bisher kein städtischer Brandschutzbeauftragter nominiert. Auch dies hatte der Bürgermeister angekündigt, tun zu wollen.

In der Grundschule Exten muss in diesem Jahr neben der Alarmierungsanlage, mit der im Brandfall Lautsprecherdurchsagen gemacht werden, auch die Fluchtwegbeleuchtung erneuert werden. Diese Mängel waren ebenfalls bei einer Brandschau aufgefallen.




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