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Nach dem Brückentorsaal nun auch die Polizei

Brandschutz-Problem in Polizeiwache: Müssen Beamten umziehen?

RINTELN. Die heimische Polizeiwache im Hasphurtweg ist nicht mehr auf dem Stand der Zeit. Das hatte bereits vor Wochen Polizeichef Wilfried Korte im Gespräch mit unserer Zeitung bekannt gegeben. Neben der Barrierefreiheit gibt es offenbar erhebliche Probleme mit dem Brandschutz. Sofortigen Handlungsbedarf sehen die Verantwortlichen nicht. Neben einer Sanierung wird derzeit auch ein möglicher Umzug der Polizeiwache geprüft.

veröffentlicht am 18.03.2019 um 15:50 Uhr
aktualisiert am 18.03.2019 um 18:20 Uhr

Links befindet sich der Teil der Polizeiwache, der nur angemietet ist. Der rechte Gebäudeteil befindet sich im Eigentum. Foto: tol
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Jakob Gokl Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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RINTELN. Die heimische Polizeiwache am Hasphurtweg ist nicht mehr auf dem neuesten Stand. Das hatte bereits vor Wochen Polizeichef Wilfried Korte im Gespräch mit dieser Zeitung bekannt gegeben.

Er bemängelte unter anderem die nur teilweise gegebene Barrierefreiheit. Doch es kommt noch dicker. Wie die Pressesprecherin der Polizeidirektion Göttingen, Julia Huhnold, auf Anfrage dieser Zeitung ausführt, gibt es auch Probleme mit dem Brandschutz. Nach Informationen dieser Zeitung fehlt es insbesondere an Fluchtwegen. Das Problem: Teile der Polizeiwache sind nur angemietet. Die Polizeidirektion steht daher zurzeit in Verhandlungen mit dem Vermieter. „In diesem Teil des Gebäudes sind Defizite im Bereich des Brandschutzes festgestellt worden. Des Weiteren stehen Renovierungsarbeiten aus“, teilt Huhnold mit.

Erst Ende Februar hatte Korte öffentlich gemutmaßt, dass die Polizei möglicherweise umziehen werde. „Die Unterbringung hier ist suboptimal“, sagte der heimische Polizeichef damals. „Es geht hier nicht nur um die Wertschätzung der Kollegen, sondern auch um Professionalität der Polizei“, betonte der Erste Kriminalhauptkommissar.

Bis 1970 befand sich die Polizei im ehemaligen Zollhaus. Am Eingang ist das bis heute erhaltene Brückentor zu sehen. Foto: Museum

Huhnold bestätigt nun: Derzeit werde auch geprüft, „ob als Alternative zu den Renovierungsarbeiten auch ein Umzug des Kommissariats infrage kommen könnte“.

Seit 1970 befindet sich die Polizeiwache am Hasphurtweg. Der Altbau ist von einem Immobilienbesitzer angemietet, darin befinden sich auch Wohnungen. Der Neubau gehört der Polizei, dahinter liegen noch Garagen.

Korte hatte vor einem Monat bereits öffentlich über einen neuen Standort spekuliert: den Kollegienplatz. Doch angesichts der Historie drängt sich auch ein weiterer Standort auf. Denn bevor 1970 die Polizeiwache am Hasphurtweg eröffnet wurde, residierten die heimischen Ordnungshüter direkt an der Weser, im ehemaligen Amtssitz des Festungskommandanten: dem Zollhaus am Brückentor. Dort also, wo sich heute der Brückentorkomplex befindet. Das namensgebende Tor, das in den heute existierenden Neubau integriert wurde, befand sich direkt in der Polizeiwache.

Doch wie es in Zukunft weitergeht, ist zunächst unklar. Wie Huhnold erklärt, sehe das Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften keinen sofortigen Handlungsbedarf wegen des Brandschutzes. Man prüfe jetzt einerseits die Möglichkeit eines Umzugs. Stehe aber gleichzeitig mit dem Landesamt und dem Vermieter in engem Kontakt, um „geeignete Maßnahmen für eine Optimierung des Brandschutzes zu treffen“.




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