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Busfahrer starb eines natürlichen Todes

Busunfall auf K 77: Kein Fremdverschulden

WENNENKAMP/UCHTDORF. Der tödliche Busunfall am Mittwochabend auf der Kreisstraße 77 hat laut Polizei eine natürliche Ursache gehabt. Ein Fremdverschulden schließt die Polizei aus. Der Busfahrer (67) starb während der Fahrt eines natürlichen Todes.

veröffentlicht am 09.08.2018 um 16:56 Uhr
aktualisiert am 09.08.2018 um 23:20 Uhr

Der Fahrer dieses Linienbusses starb laut Polizei eines natürlichen Todes. Die Busfahrt endete führerlos im Straßengraben. Foto: tol
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Marieluise Denecke Redakteurin / Online zur Autorenseite

WENNENKAMP/UCHTDORF. Der tödliche Busunfall am Mittwochabend gegen 18.45 Uhr auf der Kreisstraße 77 (wir berichteten) hat eine natürliche Ursache gehabt, so die Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung. „Ein Fremdverschulden können wir ausschließen“, so Polizeikommissar Uwe Gels, der auf der Rintelner Wache für die Ermittlung von Unfallursachen zuständig ist. Heißt: Der 67-jährige Busfahrer, der während der Fahrt am Lenkrad zusammengesackt war, verstarb laut Polizei wohl eines plötzlichen Todes. Die genauen medizinischen Hintergründe seien im Rahmen der Ermittlung von nachrangigem Interesse. Sicher sei, so Gels, dass der Unfall – der Bus war im Straßengraben gelandet – nicht Ursache für den Tod des Fahrers sei. Die Sachlage verhalte sich umgekehrt: Der Fahrer sei tot am Lenkrad zusammengesackt, woraufhin das Fahrzeug führerlos im Graben endete. Damit seien die Ermittlungen abgeschlossen, so Gels. Am Unfallort gebe es keine anderweitigen Hinweise, und Zeugen hätten sich nicht gemeldet.

Notarzt und Rettungsdienst hatten nach einer aufwendigen Bergung noch versucht, den 67-Jährigen zu reanimieren. In dem Bus auf Linienfahrt hatten sich keine weiteren Fahrgäste befunden. Bis 0.15 Uhr blieb die K 77 voll gesperrt. Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehr Uchtdorf, Ortsfeuerwehr Wennenkamp, Ortsfeuerwehr Exten, Polizei und Rettungsdienst.

„Die Ersthelfer vor Ort haben sich vorbildlich verhalten“, lobt Polizeikommissar Gels. Sie hätten sofort angehalten und den Notruf gewählt. Dies sei heutzutage keine Selbstverständlichkeit.

Die Polizei wendete zur Ermittlung das sogenannte „Phidias“-Verfahren an, ein rechnergestütztes Tatortaufnahmesystem. Hierbei werden nach einem bestimmten Schema vor Ort Fotos angefertigt, die hinterher durch spezielle Computersoftware ausgewertet wird.




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