weather-image
×

Unternehmen arbeitete laut Gesundheitsamt vorbildlich

Corona-Cluster in Rinteln: 24 Infizierte in Betonbetrieb

RINTELN. Die Zahl der Infizierten in der Weserstadt hat sich gestern auf 35 Stück verdreifacht. Wie Klaus Heimann, Sprecher des Landkreises Schaumburg, erklärt, habe das Gesundheitsamt Schaumburg einen Corona-Cluster entdeckt. 24 der 25 positiv getesteten seien Mitarbeiter eines betonverarbeitenden Betriebs in der Weserstadt. 19 der 24 Infizierten seien Werkvertragsmitarbeiter, fünf Festangestellte.

veröffentlicht am 29.10.2020 um 19:48 Uhr

DSC_8809

Autor

Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
Ein großer Teil der Infektionen könnte sich in den Werkswohnungen zugetragen haben, die sich teils auf dem Werksgelände in Deckbergen, teils im Ort Deckbergen befinden. „Es handelt sich daher um einen sehr eingrenzbaren Bereich“, erklärt Heimann. Die 24 Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne, die Wohnverhältnisse der Werkvertragsmitarbeiter wurden angepasst um eine Ansteckung der negativ-getesteten zu verhindern.

Die meisten Betroffenen arbeiten in der Produktion des Unternehmens, aber auch in anderen Bereichen sind Mitarbeiter infiziert worden. Die Arbeit wurde zum allergrößten Teil eingestellt, so Heimann.

Das Gesundheitsamt Schaumburg hat gestern unter Hochdruck Kontaktpersonen ausfindig gemacht und alarmiert. Über 70 Mitarbeiter des Unternehmens befinden sich bereits in verordneter Quarantäne. Weitere Kontaktpersonen – möglicherweise auch außerhalb des Unternehmens – werden laufend ermittelt und kontaktiert. Den allergrößten Teil der direkten Kontakte habe man aber bereits kontaktieren können, so Kreissprecher Heimann.

Er betont außerdem, wie wichtig und vorbildlich die Mitarrbeit des Unternehmens bei der Aufdeckung und Bewältigung des Corona-Ausbruchs gewesen sei. „Die Infektionen sind überhaupt erst bekannt geworden, weil das Unternehmen regelmäßig auf eigene Kosten Corona-Tests bei seinen Mitarbeitern durchführt“, so der Landkreissprecher. Nachdem erste positive Tests beim Gesundheitsamt gemeldet worden waren, wurden sofort Tests von allen weiteren Mitarbeitern angeordnet und dabei die 24 Corona-Positiven ermittelt. Auch Mitarbeiter, die jetzt negativ getestet wurden, mussten sich vorsorglich in Quarantäne begeben.

Da der Corona-Ausbruch schnell identifiziert und zu einem großen Teil unter Werkvertragsarbeitern stattfand, könnte eine großflächige Übertragung auf die breite Rintelner Bevölkerung vielleicht vermieden werden.




Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige