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Sechs neue Familienpaten haben ihr Ehrenamt angetreten

„Das ist aller Ehren wert“

RINTELN. „Es sind mehr geworden“, stellt der Koordinator der Familienpaten, Albrecht Schäffer, erfreut fest. Mehr als noch zur Auftaktveranstaltung am 6. März, zudem Schäffer gemeinsam mit einer erfahrenen Familienpatin geladen hatte. Von anfangs drei Interessenten sind es immerhin nun sechs voll ausgebildete Familienpaten, bereit ihr Ehrenamt aufzunehmen.

veröffentlicht am 05.05.2019 um 16:14 Uhr
aktualisiert am 05.05.2019 um 20:25 Uhr

Bürgermeister Thomas Priemer (v. l.) mit den sechs Paten, Petra Sieve, Petra Rabbe-Hartinger und Albrecht Schäffer. Foto: momo

Autor:

MAURICE MÜHLENMEIER
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RINTELN. „Es sind mehr geworden“, stellt der Koordinator der Familienpaten, Albrecht Schäffer, erfreut fest – mehr als noch zur Auftaktveranstaltung am 6. März, zu der Schäffer gemeinsam mit einer erfahrenen Familienpatin eingeladen hatte. Aus anfangs drei Interessenten sind immerhin nun sechs voll ausgebildete Familienpaten geworden, die bereit sind, ihr Ehrenamt aufzunehmen.

Ein Engagement, dass die Stadt zu würden weiß. Daher hat es sich Bürgermeister Thomas Priemer nicht nehmen lassen, zum Abschluss der letzten Stunde ihrer Ausbildung persönlich zu erscheinen und den Absolventen gemeinsam mit Petra Rabbe-Hartinger, der Vorsitzenden des Kinderschutzbundes, die Abschlussurkunden zu überreichen.

In einer zweimonatigen Ausbildung, die vornehmlich entweder abends oder am Wochenende stattfand, erlernten die neuen Paten ihr Handwerk – den Umgang mit Ämtern, Stress- und Streitsituationen und den Umgang mit Menschen mit Sprachbarrieren. Vorträge und Rollenspiele haben die Teilnehmer mitgemacht – freiwillig, in ihrer Freizeit. Priemer ist stolz, „dass es Menschen wie sie in unserer Stadt gibt“.

Auch heute gebe es noch viele Familien, die es schwer haben und Hilfe benötigen. „Auch in unserem kleinen Rinteln, wo die Welt noch so in Ordnung scheint“, mahnte Priemer. Doch gerade in diesem „kleinen Rinteln“ würden sich überdurchschnittlich viele Menschen als Familienpate engagieren, wie Rabbe-Har-tinger betont: „Andere Städte im Umkreis suchen händeringend.“ Nicht, dass Rinteln voll versorgt wäre, doch die Zahlen sprechen für sich.

Albrecht Schäffer kann nun auf einen Pool von etwa 35 Paten zurückgreifen. „In den letzten zehn Jahren haben wir über 400 Kinder betreut und begleitet“, fährt Rabbe-Har-tinger fort. Ein Erfolg, der ohne die Hilfe der Stadt, der Vereine, der Ämter, doch „vor allem der Menschen“ nicht möglich wäre. „Das ist aller Ehren wert“, stellte Priemer fest.

Petra Sieve, als Vertretung der Bürgerstiftung Schaumburg, bekräftigte an dieser Stelle erneut die Unterstützung für den Kinderschutzbund: „Ich freue mich zu sehen, dass es Menschen gibt, die sich einer solchen Herausforderung freiwillig stellen.“ Die Stiftung sei oft in die Bresche gesprungen, wenn es finanziell eng wurde. „Ohne euch wären es sehr schwere erste Jahre geworden“, bekräftigte Rabbe-Hartinger anerkennend.

„Es stehen bereits Familien in den Startlöchern, die gerne einen Paten hätten“, verriet Schäffer im Vorfeld. Die sechs neuen Ehrenamtlichen dürfen also schon bald zeigen, was sie gelernt haben.




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