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Neueröffnung möglich?

Das letzte Rintelner Bordell hat geschlossen

RINTELN. Seit mehr als fünf Jahrzehnten prägte ein Name die Rotlichtszene der Weserstadt: Babalou Bar. Potenzielle Freier stehen jetzt allerdings vor verschlossenen Türen. Die letzte Betreiberin – eine Frau aus Rumänien – hat das Gebäude offenbar Hals über Kopf verlassen. „Bei Nacht und Nebel sind die abgehauen“, berichtet der Besitzer des Gebäudes im Gespräch mit der SZ/LZ. „Selbst das Essen haben sie stehen lassen.“

veröffentlicht am 17.08.2018 um 14:55 Uhr
aktualisiert am 17.08.2018 um 18:40 Uhr

Die Mischung aus „Sky Fußball Live, Pornokino, Tabledance und Prostituierten scheint nicht aufgegangen zu sein.
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Autor

Jakob Gokl Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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RINTELN. Seit mehr als fünf Jahrzehnten prägte ein Name die Rotlichtszene der Weserstadt: Babalou Bar. Seit April prangt der Name zwar weiterhin auf einigen Wegweisern, potenzielle Freier stehen allerdings vor verschlossenen Türen. Die letzte Betreiberin – eine Frau aus Rumänien – hat das Gebäude offenbar Hals über Kopf verlassen. „Bei Nacht und Nebel sind die abgehauen“, berichtet der Besitzer des Gebäudes im Gespräch mit der SZ/LZ. „Selbst das Essen haben sie stehen lassen.“

Offenbar war das horizontale Gewerbe zuletzt nicht mehr so einträglich: Schon die letzten beiden Mietzahlungen seien nicht mehr gezahlt worden. „Das Geld werden wir wohl nicht mehr sehen“, so der Besitzer, der lieber anonym bleiben möchte. Denn das Kapitel „Babalou Bar“ ist für ihn noch nicht abgeschlossen: „Ich habe bereits beim Landkreis einen neuen Antrag gestellt.“

Es ist daher gut möglich, dass die Babalou Bar unter einem anderen Betreiber zu neuem Leben erwacht. „Es hat sich bereits ein Interessent gemeldet“, berichtet der Besitzer – zuvor müsse das Gebäude allerdings wieder alle Auflagen erfüllen. Der Brandschutzprüfer und das Bauamt seien bereits vor Ort gewesen. Wie viel investiert werden müsste, sei zwar noch nicht bekannt, aber die Summe werde wohl über 10 000 Euro liegen.

Blick in bessere Zeiten: Dieses Foto entstand 2005. Foto: archiv/tol
  • Blick in bessere Zeiten: Dieses Foto entstand 2005. Foto: archiv/tol

Auch wenn Prostitution derzeit kein boomendes Gewerbe sei, könnte die Babalou Bar sich alleine wegen der exponierten Lage an zwei Bundesstraßen und in der Nähe der A 2 durchaus rentieren.

Auf Anfrage ist bei der Stadt zu erfahren, dass die Pächterin ihr Gewerbe nicht ordnungsgemäß abgemeldet habe – man habe zwar bereits einen Brief nach Rumänien geschickt, aber keine Rückmeldung erhalten.




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