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21°

Erst schmuddelig, dann winterlich

Das Wetter: Ab Donnerstag sogar leichter Dauerfrost möglich

RINTELN/LANDKREIS. Blickt man in die Wetterkarten der kommenden Woche, ist von Frost und Schnee zunächst nichts zu sehen. Bis Wochenmitte bleibt uns das vielfach graue und milde Schmuddelwetter erhalten. Erst danach ändert sich in der Wetterküche etwas.

veröffentlicht am 04.01.2019 um 15:44 Uhr
aktualisiert am 04.01.2019 um 17:10 Uhr

Grüne Winterstimmung an der Weser in Rinteln. Foto: jan
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Autor

Reinhard Zakrzewski Reporter
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RINTELN/LANDKREIS. Nach dem Abzug eines intensiven Tiefs am Mittwoch gehen die Temperaturen aus Nordosten deutlich zurück. Gebietsweise ist sogar leichter Dauerfrost nicht ausgeschlossen. Dazu wäre regional auch etwas Schnee möglich. Ob sich danach erneut mildere Luft mit Regen durchsetzt, muss sich noch zeigen. Es ist jedenfalls nicht ausgeschlossen, dass sich der Winter sogar länger festsetzt.

Als eine wichtige Wegmarke für den Verlauf des Hoch- und Spätwinters gilt der Dreikönigstag (6. Januar) am Sonntag. Von ihm heißt es aus gutem Grund: „Ist bis Dreikönig kein Winter, so kommt auch ein (richtiger) mehr dahinter.“ Diese Regel hat sich in den vielen warmen Wintern der letzten Jahrzehnte oft bestätigt. Im vergangenen Jahr ausnahmsweise nicht, denn nach einem harmlosen Dezember und Januar fletschte der Spätwinter im Februar noch ordentlich die Zähne. Was die Wetterküche diesmal aus dem milden Dreikönigstag macht, bleibt eine spannende Frage.

Anfang Dezember bewegte uns die Hoffnung: Wird die Jahrhundertdürre gebrochen oder nicht? Und ja, pünktlich zum 1. Dezember wendete sich das Blatt. Die bis dato vorherrschenden Hochdruckgebiete zogen nach Osten ab. Sie machten den Weg für Atlantiktiefs frei, die mit ihren Regenfronten direkt über Mitteleuropa hinweg wanderten. Für Natur und Landwirtschaft war der feuchte Dezember ein wahrer Segen. Im Schaumburger Land lag der Niederschlag am Ende um ein Viertel bis zu 45 Prozent über dem Soll. Trotzdem bleibt bei der Aufstockung der im Jahresverlauf stark ramponierten Wasservorräte noch jede Menge Luft nach oben. Hinsichtlich der Temperaturen setzte sich der Reigen der viel zu warmen Monate fort. Durch den dritt- bis viertwärmsten Dezember seit Messbeginn blieb Schnee bis auf den 16. und 17. Dezember speziell in höheren Lagen ein Fremdwort. Angesichts dieser hohen Temperaturen wundert es nicht, dass wir nun schon das achte grüne Weihnachtsfest in Folge erlebten.

Der Dezember im Südkreis im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010):

Monatsmittel 5,7°C (Abw. +3,0°C)

Maximum 13,4°C (3. Dezember)

Minimum -1,4°C (16. Dezember)

Frosttage (Min. unter 0,0°C) 3 (normal 13)

Eistage (Maximum unter 0,0°C) 0 (normal 4)

Niederschlag 93 mm (145% v. Soll);

Sonnenschein 30 Std. (81% v. Soll)

Das Jahr 2018 im Südkreis im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010):

Jahresmittel 11,5°C (Abw. +1,6°C)

Maximum 36,7°C (7. August)

Minimum -11,2°C (28. Februar)

Sommertage (Max. mind. 25°C) 75 (normal 35)

Hitzetage (Max. mind. 30°C) 21 (normal 8)

Frosttage (Min. unter 0,0°C) 53 (normal 63)

Eistage (Maximum unter 0,0°C) 9 (normal 14)

Niederschlag 426 mm (60% v. Soll)

Sonnenschein 1797 Std. (118%v. Soll)




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