weather-image
16°

Gymnasium Ernestinum feiert den „Tag der offenen Tür“ wie ein Schulfest

Den Schülern Mut machen

RINTELN. Wäre nicht klar: Dies ist der „Tag der offenen Tür“, dann hätte es auch ein riesengroßes Schulfest sein können, bei alledem, was die Schüler und Lehrer im Ernestinum auf die Beine stellten. „Swing-Kids“-Musik in der Aula, an jeder Ecke ein Mini-Restaurant, in den Räumen Mitmach-Aktionen – mit einem wahren „Markt der Möglichkeiten“ machte das Gymnasium Werbung für sich als Schule, in der man fürs Leben lernt.

veröffentlicht am 03.03.2019 um 16:15 Uhr
aktualisiert am 03.03.2019 um 18:50 Uhr

Sophia (v. links) und Emily machen eine kleine Schulführung und erklären das Schwarze Brett. Foto: cok
ri-cornelia2-0711

Autor

Cornelia Kurth Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

RINTELN. Wäre nicht klar, dass es der Tag der offenen Tür gewesen ist, dann hätte es auch ein riesengroßes Schulfest sein können bei all dem, was die Schüler und Lehrer im Gymnasium Ernestinum auf die Beine stellten. „Swing-Kids“-Musik in der Aula, an jeder Ecke ein Mini-Restaurant, in den Räumen Mitmach-Aktionen – mit einem wahren „Markt der Möglichkeiten“ machte das Gymnasium Werbung für sich als Schule, in der man fürs Leben lernt.

In erster Linie ging es dabei um Kinder und Eltern, auf die der Schulwechsel von der Grundschule in die weiterführende Schule zukommt. Manchen Noch-Viertklässlern sah man an, dass sie fast überwältigt waren von dem, was die erfahrenen Gymnasiasten für sie vorbereitet hatten.

Die riesige Bibliothek, ein Trampolin mitten in der Pausenhalle, dazu Experimente in so geheimnisvollen Fächern wie Physik, Chemie oder Informatik, und die sich aufdrängenden Fragen, ob sie wohl lieber Spanisch oder Französisch, ob sie die Bläserklasse oder die Laptopklasse wählen und ob später die Theater-, Aquaristik- oder Schülerfirma-AG wohl das Richtige wären.

Am Waffelstand der Bus-Scouts war viel los. Foto: cok

Für manche Eltern war noch nicht entschieden, dass ihr Kind ab dem Sommer wirklich aufs Gymnasium gehen würde. „Wir wollen hier auch herausbekommen, ob uns vielleicht alles über den Kopf wachsen könnte“, meinte eine Mutter aus dem Auetal. Die Alternative für ihre Tochter wäre die Oberschule in Bückeburg oder die Rintelner IGS.

Dass die Herausforderungen für die Neulinge nicht gering sein würden, das konnte man aus der großen Vielfalt der schulischen Angebote ablesen. Immer wieder geben die Lehrer in Elterngesprächen zu bedenken, dass die Schulwahl gut durchdacht sein sollte, um einschneidende Mißerfolgserlebnisse zu vermeiden.

„Im Vordergrund steht aber das Anliegen, den Schülern Mut zu machen, neugierig zu bleiben und bei kleinen Schwierigkeiten nicht aufzugeben“, sagt Lehrer Lutz Heerhold. Das gilt besonders für sein Unterrichtsfach Mathematik. Wer den Matheraum betrat, sah als Erstes eine Gruppe Mädchen, die aus kleinen Kunststoffteilen verschiedene geometrische „Körper“ bastelten. Das schult das räumliche Vorstellungsvermögen. „Wir alle wissen, dass die Kinder der fünften Klassen unterschiedlich weit sind“, so Heerhold. Das schulische Grundkonzept bestehe darin, die Kinder als einzelne Persönlichkeiten wahrzunehmen und zu fördern.

Wie schnell das mit dem Mut-Fassen gehen kann, bewiesen zum Beispiel die Fünftklässlerinnen Sophia und Emily. Die beiden hatten sich freiwillig dafür gemeldet, Besucher durch ihre Schule zu führen, allein, ohne Lehrerbegleitung. Dabei erklärten sie das elektronische „Schwarze Brett“, zeigten, wo sich Lehrerzimmer und – wichtig – das Sekretariat befinden, und sie führten durch die Bibliothek, wo Leiterin Berit Grallert alle immer so freundlich begrüßt, wo es PC-Arbeitsplätze gibt und außer Fachliteratur auch jede Menge aktuelle Jugendbücher.

An einem der vielen Stände – darunter Tombola, Smoothie-Stand, Kuchen-Bar und der Waffelstand der Bus-Scouts – hatten sich die Vertreter des Elternrates versammelt. „Manche Eltern fragen schon jetzt, wie sie sich im Gymnasium engagieren können“, sagt Elternvertreter Markus Struck. Aktuell dreht sich alles um das große Thema IGS-Neubau und wie der dann gemeinsame Schulhof gestaltet werden soll.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare