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Jetzt kommt es auf die Wähler an: Bürgermeisterin, Kreistag, Stadtrat und alle Ortsräte werden neu gewählt

Ein letzter Überblick: Wer steht am Sonntag in Rinteln zur Wahl

RINTELN. Mehr geht nicht. Zumindest nicht auf kommunaler Ebene. Am morgigen Sonntag werden in Rinteln alle direkten Vertreter vor Ort neu gewählt. Damit hat jeder Wähler in der Wahlkabine vier Stimmzettel vor sich. Einmal für die Bürgermeisterwahl (eine Stimme), einmal für die Kreistagswahl (bis zu drei Stimmen dürfen abgegeben werden), für den Stadtrat (bis zu drei Stimmen) und für den Ortsrat (bis zu drei Stimmen).

veröffentlicht am 11.09.2021 um 16:51 Uhr

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Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Die Bürgermeisterwahl: Zwei parteilose Frauen wollen das Amt von Bürgermeister Thomas Priemer übernehmen. Der Amtsinhaber tritt nicht erneut an. CDU-Kandidatin Doris Neuhäuser wird außerdem von dem neu gegründeten Wählerbündis „Rintelner Interessen“ unterstützt. Die Einzelbewerberin Andrea Lange wird von SPD, Grünen und WGS unterstützt. Da FDP-Kandidatin Elisabeth Dietz zurückgezogen hat, wird es keine Stichwahl geben, die Entscheidung fällt noch am Sonntagabend.

Die Stadtratswahl: Insgesamt sieben Parteien wollen in den Rintelner Stadtrat einziehen. Je nach Wohnort haben die Rintelner bei der Wahl unterschiedliche Kandidatenlisten vor sich. Jeder Wähler hat drei Stimmen, die er frei zwischen Kandidaten und einer Partei verteilen kann. Liste 1 wird in Rinteln und Todenmann gewählt, Liste 2 in allen anderen Ortsteilen. Bis auf die Piratenpartei (Nur Liste 2) treten alle Parteien auf beiden Listen an.

Die SPD stellte bisher in Rinteln die größte Fraktion und auch die letzten beiden Bürgermeister. Die CDU stellte in dieser Zeit immer die zweitgrößte Fraktion. In der letzten Legislaturperiode konnten sie mit WGS und FDP kurzzeitig eine Mehrheitsgruppe bilden.

Die WGS konnte bei der letzten Wahl ihren Stimmenanteil deutlich erhöhen, mittlerweile hat sich ihre Fraktion aber gespalten und ist nur noch halb so groß.

Die Grünen hatten bisher drei Sitze im Stadtrat und konnten – mit Ausnahme der letzten Periode – mit der SPD zusammen eine Mehrheit finden.

Die Wählergruppe Rintelner Interessen hat sich aus Teilen der WGS gegründet und hat derzeit vier Sitze im Stadtrat. Sie tritt zum ersten Mal bei einer Wahl an.

Die FDP verlor ihren einzigen Ratsherren Ralf Kirstan durch Austritt, und tritt nun mit einem frischen Team an.

Die Piratenpartei tritt nur auf der Außenliste mit einem einzigen Bewerber an.

Die Kreistagswahl: Neun Parteien wollen die Rintelner im Kreistag künftig vertreten. Jeder Wähler hat drei Stimmen, die er zwischen einer Partei und Einzelbewerbern frei verteilen kann.

Neben SPD, CDU, Grüne, WGS, FDP und RI treten auch die AfD mit einer Bewerberin aus Stadthagen sowie Die Linke, mit einem Bewerber aus Bückeburg an. Außerdem stellt sich Heinz Josef Weich der Wahl als Einzelbewerber.

Die Ortsräte: Auch hier hat jeder Wähler drei Stimmen, die er frei verteilen kann. Nicht jede Partei, die für den Stadtrat antritt, steht auch in allen Ortsteilen auf dem Stimmzettel. Zwischen drei (Ortsrat Engern-Ahe-Kohlenstädt) und sechs Parteien (Ortsrat Rinteln) stehen auf dem Wahlzettel. Der Ortsbürgermeister wird nicht direkt vom Bürger gewählt, sondern bei der ersten Sitzung von den Ortsratsmitgliedern gewählt.

Erste Ergebnisse zur Wahlnacht sind bereits kurz nach 18 Uhr zu erwarten. Im SZ/LZ-Wahlticker halten wir sie bis in die Nacht über alles auf dem Laufenden.




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