weather-image
Dank Spende

Eine-Welt-Laden erstrahlt in neuem Glanz

RINTELN. Frisch gestrichene Wände, Laminatboden im Echtholzlook, moderne Beleuchtung, hell und sparsam dank LED-Technik: Der Eine-Welt-Laden in der Klosterstraße erstrahlt in neuem Glanz. Seit 27 Jahren gibt es diese Initiative von Menschen, die sich für fairen Lohn und menschenwürdige Arbeitsbedingungen einsetzen.

veröffentlicht am 04.12.2018 um 14:19 Uhr
aktualisiert am 04.12.2018 um 17:30 Uhr

Jilla Wowra, Gaby Klemme und Gabi Edling präsentieren Buntes, Schönes und Praktisches aus ihrem Eine-Welt-Laden. Foto: CM
Avatar2

Autor

Claudia Masthoff Reporterin
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

RINTELN. Frisch gestrichene Wände, Laminatboden im Echtholzlook, moderne Beleuchtung, hell und sparsam dank LED-Technik: Der Eine-Welt-Laden an der Klosterstraße in Rinteln erstrahlt in neuem Glanz. Dies sei durch eine größere Spende vom Bistum Hildesheim möglich geworden, erzählt Gaby Edling, eine der Mitstreiterinnen des ehrenamtlich geführten Ladenprojekts. Und man wäre noch nicht einmal mit allem fertig, fügt Jilla Wowra, seit vielen Jahren Vorsitzende der Aktionsgruppe, hinzu: „Wir warten noch auf unser neues Regalsystem.“ Ein kleines Extrageschenk habe es zudem vom Vermieter gegeben. Dieser hat die Markise über Schaufenster und Eingangsbereich spendiert. „So können wir den kleinen ‚Basar‘ vor der Tür, der unseren Kunden so gefällt, ab sofort auch bei Regen aufbauen.“

Seit 27 Jahren gibt es diese Initiative von Menschen, die die Augen vor den Bedingungen, unter denen weltweit viele unserer Konsumartikel, aber auch Lebens- und Genussmittel produziert werden, nicht verschließen. Der Kampf für fairen Lohn und menschenwürdige Arbeitsbedingungen sei leider bis heute brandaktuell, wissen die Mitarbeiterinnen des kleinen Lädchens. Sie könnten mit ihrem Beitrag zwar nicht die Welt retten, doch dass sie zumindest einigen Menschen das Leben etwas leichter machen würden, davon sind die Frauen überzeugt. Um zusätzliche Spendengelder einzunehmen, haben die Rintelner Aktiven einen ganz eigenen Weg gefunden: Sie verkaufen selbst hergestellte Upcycling-Produkte.

Doch Schwerpunkt ihrer Arbeit sei natürlich der Handel mit Fair-Trade-Artikeln. „Der vermag es, ganz direkt die Lebensverhältnisse in den Herstellerländern zu verbessern, erklärt Wowra. „Wir erhalten unsere Ware von zertifizierten Fair-Trade-Großhändlern“, erläutert sie das System. Von diesen Kaufleuten, die sich dem fairen Handel mit Herzblut verschrieben hätten, bekämen sie dann nicht nur die gewünschten Produkte, sondern auch jede Menge Informationen über Projekte in aller Welt.

„Man könnte sich noch viel mehr fortbilden. Es gibt ein breites Angebot an Seminaren“, meint die Vereinsvorsitzende mit einem Seufzer. Aber für die kleine Gruppe von Aktiven ist es schon eine Herausforderung, die täglichen Ladenöffnungszeiten abzudecken. „Es wäre toll, wenn wir noch mehr werden würden“, sind sich alle einig. „Dann könnten wir Bildungsarbeit an den Schulen leisten“, meint Edling abschließend.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare