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Wo Messer und Beile geschmiedet wurden

Eisenhammer: Extener Industriemuseen Pfingstmontag geöffnet

EXTEN. Aus Anlass des Deutschen Mühlentags sind die Industriemuseen „Unterer Eisenhammer“ und „Oberer Eisenhammer“ am Pfingstmontag, 10. Juni, von 10.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Während der Öffnungszeiten können die Ausstellung und die Filmvorführungen im Informationsraum des Unteren Hammers besichtigt werden.

veröffentlicht am 04.06.2019 um 15:18 Uhr
aktualisiert am 04.06.2019 um 18:00 Uhr

So ging es früher in einer Blankschmiede zu. Foto: Verein für Heimatpflege und Kultur Exten

EXTEN. Aus Anlass des Deutschen Mühlentages sind die Industriemuseen Unterer Eisenhammer und Oberer Eisenhammer in Exten am Pfingstmontag, 10. Juni, von 10.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Während der Öffnungszeiten können die Ausstellung und die Filmvorführungen im Informationsraum des Unteren Hammers besichtigt werden. Autofahrer sollten der örtlichen Beschilderung in die Ossenbeeke folgen. Die Veranstalter bitten Besucher darum, die Parkplätze am Unteren Hammer zu benutzen. Der circa zehnminütige Fußweg vom Unteren zum Oberen Hammer beträgt rund 800 Meter.

Um 11 Uhr soll eine kleine Foto-Ausstellung des Netzwerkes Industriekultur am Oberen Hammer eröffnet werden. Führungen und Schmiedevorführungen gibt es zu jeder halben Stunde am Unteren Hammer. Für das leibliche Wohl wird mit Grillwürstchen, Kaltgetränken sowie Kaffee und Kuchen gesorgt.

Ein historischer Eisenhammer – eine Blankschmiede – ist kein gewöhnlicher Ort für eine Foto-Ausstellung, und genau das entspricht der Intention der Fotografen. Die Ausstellung „10 Fotos im Eisenhammer“ ist der zweite Baustein eines größeren Projekts, das den Arbeitstitel „Montanregion Mittelniedersachsen“ trägt. Im Fokus dieses Vorhabens stehen bergbauhistorische Relikte der Region nördlich des Harzes; einerseits, um deren Vorhandensein zu dokumentieren, andererseits, um zu belegen, dass Bergbau und Rohstoffverarbeitung hier eine lange Geschichte haben, deren Spuren noch zu finden sind. Die Suche und Dokumentation ist ein interessantes und zugleich lohnendes Unterfangen, vor allem, wenn neben das Erinnern auch der didaktische Anspruch tritt, für die Zukunft Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen. Drei weitere Bausteine, vorgestellt an anderen Orten, werden der aktuellen Präsentation folgen. Endziel des Projekts ist eine Gesamtschau in Form einer Wanderausstellung, zu der auch ein ausführlicher Katalog vorliegt.

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts erlebte die Produktion von Eisenwaren in Exten eine Phase der Hochkonjunktur. Sieben Eisenhämmer und drei Messerschmieden fertigten Sensen, Spaten, Schaufeln, Äxte, Beile sowie Messer und Gabeln. Um 1910 existierten nur noch zwei Eisenhämmer. Der Obere Eisenhammer arbeitete bis 1964, der Untere Eisenhammer stellte bis 2004 Spaten und Hacken her.

Heute bewahrt und präsentiert der Verein für Heimatpflege und Kultur Exten die beiden Eisenhämmer als, nicht nur aufgrund ihres Alters, historisch bedeutsame Industriedenkmale.

„10 Fotos im Eisenhammer“ ist ein Projekt des Netzwerkes Industriekultur im mittleren Niedersachsen in Kooperation mit dem Verein für Heimatpflege und Kultur Exten. Die Fotos sind vom 10. Juni bis zum 27. Oktober im Oberen Eisenhammer in Exten zu sehen. Öffnungszeiten: jeden ersten und dritten Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr und auf Anfrage. Eintritt: Spenden erbeten. Informationen gibt es auf www.heimatvereinexten.de, per E-Mail an info@heimatvereinexten.de sowie unter der Telefonnummer (0 57 51) 24 01.r




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