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Vier Ortsratsmitglieder kommen

Erster Steinberger Bürgertreff: Politiker und Ort zusammenbringen

STEINBERGEN. Am Samstag hat der erste Steinberger Bürgertreff stattgefunden. Die Initiative des Ortsrates soll die Einwohner des Ortes und Ortsratsmitglieder näher zusammenbringen. Immerhin vier Ortsratsmitglieder haben sich eingefunden, um mit Bürgern über das Dorf zu reden.

veröffentlicht am 13.05.2019 um 15:13 Uhr
aktualisiert am 13.05.2019 um 18:30 Uhr

Am vergangenen Samstag hat der erste Bürgersprechtag in Steinbergen stattgefunden. Foto: Momo

Autor:

Maurice Mühlenmeier

STEINBERGEN. Am vergangenen Samstag hat der erste Steinberger Bürgertreff stattgefunden. Die Initiative, ins Leben gerufen vom Ortsrat rund um den Ortsbürgermeister Sascha Gomolzig, soll die Einwohner des Ortes und Ortsratsmitglieder wieder näher zusammenbringen. Immerhin vier der Ortsratsmitglieder haben sich eingefunden, um mit den Bürgern über das Dorf zu reden.

Was sind Steinbergens Stärken? Wo muss der Ortsrat sich einsetzen, wo sind Probleme, die schnell gelöst werden können? Von „kleinen“ Anliegen wie Mülleimern, Baumbeständen und Geschwindigkeitsübertretungen im Ortsinneren, bis hin zur „großen Politik“ wie dem Reaktivieren der Bahnstrecke Rinteln–Stadthagen, der Ansiedlung einer freien Schule und dem Bau einer Umgehungsstraße: Steinbergens Bürger konnten ohne Blatt vor dem Mund diskutieren.

Das Thema Schule bildete den Auftakt der Veranstaltung. Anlass dazu war eine Einladung des Trägervereins „BildungsRaumSchule“ zu einer außerplanmäßigen Sitzung am 23. Mai ab 18 Uhr im Gebäude der Grundschule Steinbergen. Schnell wurde klar, Steinbergens Bürger wollen die Schule im Ort, lieber heute als morgen: „Eine Schule belebt unseren Ort!“

Nach wie vor haben private Schulen, gerade in Niedersachsen, mit Problemen zu kämpfen. Ein Klima der Ablehnung bestehe hier: „Private Schulen haben andere Konzepte, die Regelschulen nicht in den Kram passen“, stellte Ortsratsmitglied Jens Wiene-cke (SPD) fest. Dabei würden andere Schulen von freien Schulen profitieren: „Dort findet eine gegenseitige Befruchtung statt.“ Zu sehen sei das auch in Bückeburg, so Torsten Wichmann (SPD), wo es schon seit Jahren eine freie Schule gibt. Anders in der Weserstadt: „Rinteln lebt am Rande des Landkreises vor sich hin.“

Beim Thema Schule wurde außerdem schnell der Förderverein der Grundschule diskutiert. Auf der kommenden Jahreshauptversammlung soll darüber gesprochen werden, wie es mit dem Verein weitergeht.

Ein offenbar großes Anliegen der älteren Bürger ist die Reaktivierung der Bahnstrecke. Aufgrund der gefühlt eher willkürlichen Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel sitze man in Steinbergen mehr oder weniger fest. Die Alternative dazu könne Abhilfe schaffen: „Durch eine Aktivierung der Bahnstrecke hätte man über Stadthagen Anschluss bis zum Hannover Flughafen“, hieß es aus den Reihen der Bevölkerung. Man müsse „Krach machen“, die Sache ernst nehmen. Eine Gefahr sehe man auch in der Errichtung der ICE-Schnellfahrtstrecke entlang der Autobahn: „Das wäre der Todesstoß für unsere Bahnlinie.“




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