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Interessent mit fortgeschrittener Planung plötzlich abgesprungen

Exklusiv: Doch noch Happy End fürs Happy Night?

RINTELN. In Rintelns Jugend machte das Gerücht seit Monaten die Runde: Das Happy macht wieder auf Offenbar sah es über lange Zeit wirklich so aus, als stünde einer Wiedereröffnung im Oktober nichts im Weg. Ein Gastronom aus Hildesheim wollte kräftig investieren und mit neuem Konzept wieder starten. „Aber dann hat er geschludert“, berichtet der SZ/LZ anonym ein Beteiligter. Doch noch gibt es einen Hoffnungsschimmer.

veröffentlicht am 21.08.2018 um 15:45 Uhr
aktualisiert am 21.08.2018 um 19:30 Uhr

Wie geht es weiter mit dem Happy Night?
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Jakob Gokl Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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RINTELN. Fünf Monate ist es her, dass die letzte Diskothek der Weserstadt ihre Pforten schloss. „Endgültig“, hieß es damals in der Berichterstattung dieser Zeitung, denn der Besitzer des Gebäudes wolle keine Diskothek mehr beherbergen. Zu laut, zu viel Ärger mit den Nachbarn. Also lieber noch ein paar Ärzte oder einen Physiotherapeuten.

Hinter den Kulissen konnte aber – vielleicht auch durch Vermittlung von Bürgermeister Thomas Priemer – der Besitzer der Immobilie überzeugt werden, es noch einmal mit einer Diskothek zu versuchen. Es gab mehrere Interessenten, die sich das Gebäude ansahen. Darunter auch weniger seriöse – sogar ein Mitglied des Rockerclubs „Bandidos“ sei vorstellig geworden.

Zuletzt kristallisierte sich einer heraus, der die Pläne tatsächlich vorantrieb. Ein Gastronom aus Hildesheim (Name der Redaktion bekannt) wollte kräftig investieren und das „Happy Night“ mit neuem Namen und neuem Konzept wieder aktivieren, so berichten es jene, die hinter den Kulissen bis zuletzt für den Erhalt des „Happy“ gekämpft haben.

„Es sollte ein richtiger Umbau werden“, berichtet einer der Beteiligten, der anonym bleiben möchte. „Wir hatten schon einen Elektromeister drin, einen Tischler, einen Maurer, alle haben sich das Ding angesehen und Pläne gemacht.“ Der DJ hätte auf die Bühne wechseln sollen, die hintere kleine Theke wäre verglast worden, darin sollte ein großer Raucherraum mit Theken installiert werden. „Da hätten richtig viele Leute reingepasst“, berichtet er.

„Der heutige Raucherraum und wo zuletzt der DJ stand, das wäre alles weggekommen. Wir hatten die Beleuchtung geplant, die Theken, einfach alles“, erzählt er – und die Begeisterung für die bis vor wenigen Tagen noch aussichtsreichen Pläne blitzt noch einmal auf. „Aber dann hat der Typ einfach geschludert.“

Er habe Termine nicht wahrgenommen, Bürgermeister Priemer sitzen lassen, wollte dann den Pachtvertrag doch nicht selbst unterschreiben, sondern seinen Sohn vorschicken. Dieser wiederum sei ständig nicht zu erreichen gewesen. „Vor drei Wochen hatten wir die letzte Begehung. Da wirkte noch alles gut“, berichtet einer der Beteiligten. Am 8. August sei dann das bislang letzte Gespräch gefolgt. Seitdem herrsche Funkstille. Und nun sei auch der Vermieter abgesprungen. „Mit dem Hildesheimer wollte er es nicht machen.“

Noch sei das Kapitel „Happy Night“ nicht komplett abgehakt. Aber je mehr Zeit vergeht, desto unwahrscheinlicher wird eine Neuauflage. Einen Interessenten gebe es noch, aber wie ernst es ihm sei, wisse man noch nicht.

Und sollte der Hausbesitzer die Räume schließlich doch umbauen und an einen Arzt vermieten, dann wären alle Träume geplatzt. Ein ehemaliger „Happy Night“-Mitarbeiter sagt: „Noch steht da drinnen alles, wie wir es zurückgelassen haben.“ Man müsse nur den Strom wieder einschalten.




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