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Kornelia Budde und Einhard Bormann ausgezeichnet

Für Flüchtlingshilfe und Kulturring-Management geehrt

RINTELN. Anlässlich des Neujahrsempfangs der Stadt Rinteln am Samstagabend (wir berichteten) wurden für ihr ehrenamtliches Engagement die ehemalige Kämmerin Kornelia Budde und der langjährige Vorsitzende des Kulturrings, Einhard Bormann, geehrt.

veröffentlicht am 07.01.2019 um 15:20 Uhr
aktualisiert am 07.01.2019 um 17:30 Uhr

Kornelia Budde. Foto: tol
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Autor

Hans Weimann Reporter
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RINTELN. Anlässlich des Neujahrsempfangs der Stadt Rinteln am Samstagabend (wir berichteten) sind die ehemalige Kämmerin Kornelia Budde und der langjährige Vorsitzende des Kulturrings, Einhard Bormann, für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt worden.

Kornelia Budde rief gemeinsam mit dem Familienzentrum und der Stiftung für Rinteln 2015 einen Nähkurs für geflüchtete Menschen ins Leben. Ein Kurs, der über die Stadtgrenzen hinaus bekannt geworden ist und sich zu einem Treffpunkt für Menschen unterschiedlicher Kulturen entwickelt hat.

Bürgermeister Thomas Priemer betonte in seiner Laudatio: „Ganz gleich, ob es darum geht, Kinder zu unterstützen, Generationen zu verbinden, die Interessen von Älteren und Menschen mit Einschränkungen in den Fokus zu rücken oder Menschen zu helfen, die vor Krieg und Gewalt geflohen sind, Kornelia Budde ist immer ansprechbar und hilft gern.“ Budde habe dazu auch ihre Verbindungen aus ihrer gerade erst beendeten beruflichen Tätigkeit im Rathaus genutzt. Als 2015 viele Menschen Zuflucht vor Krieg und Verfolgung auch in Rinteln gesucht haben, seien die vielfältigen Aufgaben mit hauptamtlichen Kräften kurzfristig nicht zu bewältigen gewesen. Das habe man nur mit zusätzlichem ehrenamtlichem Engagement geschafft. Priemer: „In der Erstunterkunft war Budde eine gern gesehene ehrenamtliche Helferin. Kein Job war ihr zu schwierig, kein Gespräch zu viel, sie fasste dort an, wo helfende Hände gebraucht wurden.“

Einhard Bormann. Foto: tol
  • Einhard Bormann. Foto: tol

Einhard Bormann hat 1988 als Vorsitzender die Verantwortung für den im Jahr 1979 gegründeten Kulturring Rinteln übernommen, in einer Zeit, in der die Struktur des Vereins sowie die Finanzen neu organisiert werden mussten. Bormann schaffte es gemeinsam mit seinem Vorstand, eine feste Halbtagsstelle für die Geschäftsführung zu etablieren und damit auch das Problem der Präsenzzeit zu lösen. Und er setzte durch, dass 1992 ein Anrufbeantworter gekauft und installiert wurde. Mit seinem Schatzmeister Eberhard Kirsch kämpfte er um die Anpassung des jährlichen Zuschusses der Stadt Rinteln an den Kulturring. So schafften beide ihr Ziel: eine „schwarze Null“ am Ende eines Kulturringjahres.

Gemeinsam mit Wolfgang Westphal rief Bormann die Neujahrs- und Symphoniekonzerte ins Leben. Höhepunkte waren unter anderem die Konzerte mit dem Symphonieorchester aus Charkow im Steinbruch Steinbergen, das Konzert in der gerade fertiggestellten Industriehalle der Firma Stüken und die auf dem Marktplatz aufgeführte Oper „Nabucco“ von Giuseppe Verdi. Unter Bormanns Regie organisierte der Kulturring auch Theateraufführungen in der gerade eröffneten Fußgängerzone.

Gemeinsam mit Rüdiger Otto, den damaligen Schülern Jan-Vincent Düvelshoff und René Wassermeier hat er im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft am Gymnasium Ernestinum den Planetenweg an der Weser mit zehn Stationen aufbauen lassen. Nach wie vor bleiben Radfahrer und Spaziergänger stehen und bestaunen das maßstabsgerechte Modell unseres Sonnensystems.




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