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Neujahrsempfang der Stadt in der Aula des Gymnasiums Ernestinum

Gäste schreiben Wunschliste

RINTELN.Kommunalpolitik, präsentiert in Form von Interviews mit einem gut gelaunten Bürgermeister Thomas Priemer (kein Wunder, er war ja am Samstag auch noch offiziell in Urlaub) und einer professionellen Moderatorin, Tanja Föhr, das war unterhaltsames Entertainment beim Neujahrsempfang der Stadt am Samstagabend in der Aula des Gymnasiums Ernestinum.
Die rund 240 Gäste waren hörbar begeistert, vor allem auch, weil Föhr auf einer großen Leinwand als Live-Zeichnerin witzig illustrierte, worüber gerade geredet wurde.

veröffentlicht am 06.01.2019 um 16:40 Uhr
aktualisiert am 06.01.2019 um 18:10 Uhr

In lockerer Gesprächsrunde debattieren Simone Niebuhr, Thomas Priemer und Moderatorin Tanja Föhr über Kommunalpolitik.
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Autor

Hans Weimann Reporter
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RINTELN.Kommunalpolitik, präsentiert in Form von Interviews mit einem gut gelaunten Bürgermeister Thomas Priemer (kein Wunder, er war ja am Samstag auch noch offiziell in Urlaub) und einer professionellen Moderatorin, Tanja Föhr, das war unterhaltsames Entertainment beim Neujahrsempfang der Stadt am Samstagabend in der Aula des Gymnasiums Ernestinum.

Die rund 240 Gäste waren hörbar begeistert, vor allem auch, weil Föhr auf einer großen Leinwand als Live-Zeichnerin witzig illustrierte, worüber gerade geredet wurde.

Föhr schaffte es gemeinsam mit Priemer dann auch, die Anwesenden zu motivieren, ihre ganz persönlichen Ideen aufzuschreiben, was die Stadt in Zukunft verwirklichen sollte. Es wurde – wie nicht anders zu erwarten – eine „Ich-wünsch-mir-was-Liste“, teilweise realisierbar, vieles aber auch nur ein schöner Traum.

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Ausgezeichnet für ihre Verdienste für die Stadt werden Kornelia Budde und Einhard Bormann.

Zu dem bunten Mix, den Föhr an Bürgerwünschen vorlas, gehörten unter anderem eine bessere Anbindung an die S-Bahn nach Hannover, Open-Air-Konzerte am Weseranger, eine Freilichtbühne am Blumenwall, eine Wiederbelebung des altes Hafens, mehr Veranstaltungen für junge Leute in der Stadt, eine neue Disco (nachdem das „Happy Night“ geschlossen hat) und eine beleuchtete Laufstrecke für Frauen.

Auch Leerstand in der Innenstadt war Thema. Was Priemer relativierte: Im Vergleich zu anderen Städten stehe Rinteln gut da. Pro-Rinteln-Geschäftsführerin Simone Niebuhr erläuterte, woran es manchmal hakt: Die besten Ideen nützten nicht, wenn Immobilienbesitzer nicht mitspielen würden.

Mancher Wunsch ist bereits in Arbeit, wie die Entschlammung der Graft (von Friedrich-Wilhelm Hoppe angemahnt) oder eine neue Nutzung für das Steinzeichen-Gelände (das soll ein Mountainbike-Park werden). Andere Wünsche stehen schon auf der Agenda wie ein Kunstrasenplatz für die Fußballvereine sowie eine neue Gruppe im Waldkindergarten.

Zuvor hatte Priemer in zwei Interviews mit Föhr skizziert, was im neuen Jahr ansteht. Zuerst müsse der Investitionsstau abgearbeitet werden. Dabei gehe es um Projekte, die längst beschlossen seien, für die aber bisher die Fördergelder von EU, Land und Bund gefehlt habe. Geld, auf das man nicht verzichten könne. Wie beispielsweise für das Bürgerhaus mit Arztpraxis in Krankenhagen. Gebaut werden außerdem drei Feuerwehrgerätehäuser (in Krankenhagen, Hohenrode und in Schaumburg-Deckbergen). Über eine Million Euro gehe in den Ausbau von Drift und Herrengasse, so Priemer.

Die Stadt stehe im Wettbewerb mit anderen Städten. Deshalb müsse man eine vernünftige Balance zwischen Schulden und Investitionen halten. Rinteln sei dabei auf einem guten Weg: „Ich möchte weder Freibad noch Bücherei schließen.“ Einen Wunsch habe er noch für dieses Jahr, nämlich dass jeder im Rat ein bisschen von seiner „starren Haltung“ zu bestimmten Themen aufgebe würde.

Ein Geschenk konnten die Gäste auch mit nach Hause nehmen: Pfeffer- und Salzstreuer, damit jeden Tag Rinteln auf dem Tisch steht.




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