weather-image
23°

Chorkonzert in Möllenbeck

Gesangverein „Polyhymnia/PolyPop“ lädt zum großen Konzert

MÖLLENBECK. Wie lebendig die Sangeskultur noch immer ist im Schaumburger Land, das bewies erneut das große Chorkonzert in der Möllenbecker Klosterkirche, zu dem der Gesangsverein „Polyhymnia/PolyPop“ traditionell befreundete Chöre einlädt.

veröffentlicht am 04.06.2019 um 11:14 Uhr
aktualisiert am 04.06.2019 um 17:30 Uhr

„Polyhymnia/PolyPop“, geleitet von Nataly Olthoff, am Klavier Kasimir Tarnowsky. Foto: cok
ri-cornelia2-0711

Autor

Cornelia Kurth Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

MÖLLENBECK. Wie lebendig die Gesangskultur im Schaumburger Land noch immer ist, das bewies erneut das große Chorkonzert in der Möllenbecker Klosterkirche, zu dem der Gesangverein „Polyhymnia/PolyPop“ traditionell befreundete Chöre einlädt. Zusammen boten sie zwei Stunden gefühlvolle musikalische Unterhaltung.

Obwohl es immer noch die reinen Männergesangvereine (MGV) gibt – darunter der MGV Hohenrode oder die „Liedertafel“ Barksen –, ohne die Frauen sähe es wohl anders aus in der lokalen Chorlandschaft. „Polyhymnia“ geht zusammen mit den Frauen von „PolyPop“, der „Immergrüne Liederreigen“ von Silixen vereinigte Männer- und Frauenchor, und der „Frauenchor“ der evangelisch-reformierten Gemeinde Möllenbeck ist – nun ja – ein reiner Frauenchor.

Noch bedeutsamer allerdings als die sich überall abzeichnenden Zusammenschlüsse von Männer- und Frauenstimmen ist wohl, dass sämtliche teilnehmende Chöre von Frauen geleitet werden: Anke Jennrich führt den Frauenchor, Anna Klassen den MGV Hohenrode und Tatjana Brandsmeier die „Liedertafel“. Nataly Olthoff („Polyhymnia“) und Ulrike Surrey („Immergrüner Liederreigen“) präsentierten mit ihren schönen Stimmen sogar eine Duo-Gesangseinlage, dabei am Klavier begleitet vom erfahrenen Kasimir Tarnowsky, der mit seinem Spiel auch alle anderen Chöre durch das Programm trug.

2 Bilder
Die Zuschauer sahen in Möllenbeck ein beeindruckendes Chorkonzert und gelebte Sangeskultur. Foto: cok

Besonders viel Beifall gab es für das von Nataly Olthoff arrangierte Rosenstolz-Lied „Liebe ist alles“, das die Frauen vom Projektchor „PolyPop“ gemeinsam mit den Männern des „Polyhymnia“-Ensembles intonierten und in einer Fassung vortrugen, die tatsächlich noch pathetischer wirkte als das Original. Insgesamt hatten sich die Chöre mit ihrem Programm für musikalisches Pathos entschieden, von der „Ode an die Freude“, über „Wundervoll ist unsere Welt“ und Leonard Cohens „Hallelujah“ bis hin zu Udo Lindenbergs „Hinterm Horizont“.

Das von allen gemeinsam gesungene „Amazing Graze“ ergänzte diese Grundstimmung, die sich dann allerdings angesichts des prächtigen Tortenbüfetts im Klosterrefektorium ins eher Übermütige wandelte. Zu Recht lobte der „Polyhymnia“-Vorsitzende Rainer Brückner all die Helferinnen und Helfer, die dazu beitrugen, das Motto des Tages umzusetzen: „Wenn sich Ohr und Seele laben, muss auch der Gaumen etwas haben.“




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare