weather-image
×

Vom 17. November bis 17. Dezember

Geschichten übers Telefon: Vorlese-Aktion für Rinteln startet

RINTELN. Ab dem morgigen Dienstag, 17. November, startet die Stadt Rinteln eine ganz besondere Aktion. Dann kann man bestimmte Nummern wählen und sich von drei Mitarbeiterinnen der Stadt Märchen vorlesen lassen. Wir erklären, wie die Aktion funktioniert, und wer dahinter steckt:

veröffentlicht am 16.11.2020 um 15:30 Uhr
aktualisiert am 16.11.2020 um 19:00 Uhr

ri-cornelia2-0711

Autor

Reporterin zur Autorenseite

RINTELN. Wie schön, dass Christel Grannemann-Bülte eine so angenehme Stimme hat. Sie wird nämlich ab morgen, dem 17. November, zur Telefon-Vorleserin. Wer sie oder ihre beiden Kolleginnen anruft, bekommt eine Geschichte vorgelesen. Ein bisschen Plaudern ergibt sich dann wie von selbst.

Natürlich entstand diese Idee durch all die Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie. Mit dem Vorlese-Angebot ist vor allem die ältere und alte Generation angesprochen. „Suchen Sie sich mit Ihrem Telefon einen kuschligen, bequemen Platz und lassen Sie sich von uns in die Welt der Worte entführen“, so wirbt Grannemann-Bülte vom Rintelner Mehrgenerationenhaus für die Aktion. Sie hoffe, dass sich die Menschen einfach trauen und zum Telefon greifen, wenn ihnen ein bisschen langweilig oder auch traurig zumute ist.

Zum Vorlesestoff gehören die oft autobiografischen Geschichten der beliebten heimischen Autorin Marlies Kuhlmann, die lange Jahre Lehrerin am Rintelner Wirtschaftsgymnasium war und ausgesprochen unterhaltsam aus Vergangenheit und Gegenwart im Schaumburger Land erzählen kann. Keine Frage, dass sich daraus auch Gesprächsstoff ergeben wird.

Alternativ liegt bei den erfahrenen Vorleserinnen Christel Grannemann-Bülte, Elke Held und Kornelia Budde auch ein dickes Buch mit Märchen aus aller Welt parat. „Wir wollen Texte vorlesen, die der Seele gut tun“, so Grannemann-Bülte. „Am Ende erhoffen wir, dass den Zuhörern ihr Kakao oder Tee dabei doppelt so gut geschmeckt hat.“

Was ihr auch am Herzen liegt: dass Bewohner der umliegenden Seniorenheime Gelegenheit bekommen, das Vorlese-Telefon zu nutzen. „Da könnten die Pflegerinnen zur Seite stehen und wenn nötig, die Nummer wählen und das Telefon auf laut stellen“, schlägt sie vor.

Die Sache selbst ist leicht gemacht. Zur vorgegebenen Zeit wählt man eine der angegebenen drei Nummern an und wird dann von den Vorleserinnen zurückgerufen. Es sollen ja keine Telefonkosten für die Anrufer entstehen. „Wir sind sehr gespannt, ob unsere Idee tatsächlich den Puls der Zeit trifft“, so Grannemann-Bülte. „Sollte es gut ankommen, wäre das auf jeden Fall noch ausbaufähig, mit mehr Telefonleitungen und weiteren Vorlesern.“

Kontakt: Ab dem heutigen Dienstag kann man vier Wochen lang das Vorlesevergnügen bis zu dreimal pro Woche in der Zeit von 14.30 Uhr bis 17 Uhr in Anspruch nehmen. Dienstags wählt man die Nummer (0 15 90) 4 21 83 35; mittwochs die Nummer (0 15 25) 6 32 36 06 und donnerstags die Nummer (0 57 51) 40 33 03. Der letzte Termin während dieses ersten Testlaufs ist der 17. Dezember.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige