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Unterhaltungsverband „Exter-Wesertal“ stellt Gräben und Bächen bei der Gewässerschau ein positives Zeugnis aus

Gewässer auf dem Prüfstand

RINTELN. Zwischen Feldern und Wiesen, vorbei an Baumgruppen und Radwegen schlängelt sich der Lauf des Schildgrabens durch die Engersche Landschaft. Der feinperlige Nieselregen des tiefgrauen, wolkenverhangenen Himmels sorgte am vergangenen Freitagmorgen für einen matschigen Untergrund am Uferbereich. Ausgestattet mit Regenjacke und festem Schuhwerk ließ sich die Gruppe des Schaubezirks vom trüben Wetter aber nicht davon abhalten, den Bach von der Quelle bis zur Mündung zu inspizieren.

veröffentlicht am 03.03.2019 um 17:10 Uhr
aktualisiert am 03.03.2019 um 20:20 Uhr

Die Mühlenexter ist am Freitag ebenfalls bei der Begehung inspiziert worden. Foto: tol

Autor:

Niklas Könner
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RINTELN. Zwischen Feldern und Wiesen hindurch sowie vorbei an Baumgruppen und Radwegen schlängelt sich der Lauf des Schildgrabens durch die Engersche Landschaft. Der feinperlige Nieselregen des tiefgrauen, wolkenverhangenen Himmels sorgte am vergangenen Freitagmorgen für einen matschigen Untergrund am Uferbereich. Ausgestattet mit Regenjacke und festem Schuhwerk ließ sich die siebenköpfige Gruppe des Schaubezirkes V., bestehend aus Mitgliedern des Unterhaltungsverbandes (UHV) Nummer 28 „Exter-Wesertal“ und Rintelner Politikern, vom trüben Wetter aber nicht davon abhalten, den Bach von der Quelle bis zur Mündung mit Argusaugen zu inspizieren.

Der Kontrollgang entlang des Schildgrabens war in dem Fall Teil der alljährlichen Gewässerschau des UHV rund um Rinteln, Hessisch Oldendorf, Hameln und Aerzen. Unterteilt in sieben Schaubezirke wurden dabei in den zurückliegenden zwei Wochen insgesamt 22 fließende Gewässer ob ihres Zustandes überprüft. Zu den Untersuchungsaspekten zählten sowohl Treibholzsperren und Astabbrüche als auch illegale Müllentsorgungen und die Abstandseinhaltung zwischen Ackerland und Gewässer.

Für die Schaubezirksgruppe V. um Schauführer Gert Armin Neuhäuser stand außer dem Schildgraben noch der Deckberger Bach auf dem Programm. Zeitgleich nahmen die Gruppen der Schaubezirke VI. und VII. die Exter, Wemke und Neue Exter sowie den Rintelner Herrengraben und Herrenhauptgraben sowie den Möllenbecker Bach genauer unter die Lupe.

„In erster Linie geht es darum zu überprüfen, ob das Gewässer in der Lage ist, das Wasser abzuführen“, erklärte Hans Siever, Verbandsingenieur des UHV, beim Blick auf den Schildgraben. Immerhin seien die Gräben „wichtig für den Hochwasserschutz und die Ökologie“.

Hinsichtlich des Schildgrabens lautete der vordergründige Befund „Müllverschmutzung“, insbesondere in den Bereichen der Auf- und Abfahrten der Umgehungsstraße sowie der McDonald‘s-Filiale. Auch einige Astbrüche im Gewässer wurden verzeichnet. Gleiches galt auch für den schneller fließenden Deckberger Bach zwischen der B 83 und Kohlenstädt. Als gravierendes Makel zeigte sich dort zudem eine durch Pflügen zerstörte Uferkante am Feldrand nahe der Wesermündung. Außerdem konnte die Prüfungsgruppe an einigen Stellen ein starkes Kraut- und Algenwachstum ausmachen, „was ein Anzeichen für die Überdüngung der angrenzenden Felder ist“, erläuterte Neuhäuser. Insgesamt stellten die Prüfer den beiden Gewässern aber ein gutes Zeugnis aus.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen auch die Schaubeauftragten aus Exten und Möllenbeck. Während in der Exter und der Neuen Exter vor allem Äste, Büsche und Bäume entfernt werden müssen, wurde im gesamten Bereich des Herrenhauptgrabens ein Bisambefall festgestellt. Im Rintelner Herrengraben sind dagegen überhaupt keine Maßnahmen notwendig; beim Möllenbecker Bach ist lediglich die Räumung des Geröllfangs erforderlich.

Nach dem Untersuchungsabschluss aller 22 Gräben und Bächen zieht UHV-Verbandsingenieur Siever ein positives Resümee: „Alles in allem sind die Gewässer in einem guten Zustand. Aufgrund des bewussteren ökologischen Umgangs hat sich die Qualität in den letzten Jahren insgesamt deutlich verbessert.“




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