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Kommunalwahl

Gewissheit: Bürgermeister Priemer wird nicht erneut kandidieren

RINTELN. Nun steht es fest: Bürgermeister Thomas Priemer (SPD) wird bei der Kommunalwahl nicht erneut als Bürgermeister kandidieren. Das geht aus einem Brief Priemers an die Genossen hervor.

veröffentlicht am 28.01.2021 um 14:04 Uhr
aktualisiert am 28.01.2021 um 16:46 Uhr

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RINTELN. Priemer schreibt unter anderem, dass in den letzten Wochen in ihm der Entschluss gereift sei, auf eine erneute Kandidatur zu verzichten. Der Sozialdemokrat weiter: „Nach 43 Jahren öffentlicher Dienst, davon 21 Jahre als Bürgermeister und allgemeiner Vertreter, möchte ich mich aus dieser Aufgabe zurückziehen.“ Es sei jetzt an der Zeit, andere Wege einzuschlagen. Priemer möchte sich also ganz offensichtlich umorientieren, was auch aus SPD-Kreisen bestätigt wird.

Der Genosse blickt durchaus stolz auf seine Amtszeit zurück, er fühle „Zufriedenheit“ und „Genugtuung“, gerade im Blick auf die Wahlversprechen aus 2014. Abschließend dankt Priemer den Parteikollegen für das entgegengebrachte Vertrauen und freut sich auf „baldige Begegnungen.“

Priemer bekleidet das Amt seit der Wahl 2014, seine erste Legislaturperiode als Bürgermeister der Weserstadt wird wohl auch die einzige bleiben. Vor seiner Zeit in Rinteln wirkte Priemer zwischen 2006 und 2014 als Bürgermeister der Gemeinde Auetal. Davor arbeitete er zwischen 1992 und 2000 als Amtsleiter bei der Samtgemeinde Eilsen. Priemer selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Offen bleibt die Frage, welchen Kandidaten die SPD ins Rennen um das Rathaus schicken möchte. Hinter den Kulissen hat sich allerdings schon der parteilose Joachim Steinbeck, Rintelns städtischer Direktor, in Stellung gebracht. Zumindest ein lokaler SPD-Politiker hat Steinbeck schon seine Unterstützung zugesagt.

Bei der CDU herrscht nach wie vor Schweigen im Walde. Der wohl aussichtsreichste Kandidat wäre Veit Rauch, der die Christdemokraten seit Jahren als Fraktionsvorsitzender führt.

Der Fraktionsvorsitzende der WGS, Gert Armin Neuhäuser, froderte bereits im September, dass eine Wahl auch immer eine Auswahl bieten müsse. Ein einziger Kandidat wie bei der Landratswahl sei keine gute Lösung. Einen eigenen Bürgermeister-Anwärter hat jedoch auch die WGS (noch) nicht aufgestellt, obwohl es „jede Menge gute Kandidaten“ gibt, so Neuhäuser.

Auch die Grünen halten sich bislang bedeckt und haben keinen Kandidaten mitgeteilt.

Bekannt hat sich bislang einzig die heimische FDP, die die 28-jährige Elisabeth Dietz aufstellt.

mv


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