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Messe soll weiter auch Händlermesse sein / Neue Fahrgeschäfte / Eröffnung Freitagnachmittag

Globus-Flieger & Gesundheitssocken

Am Freitag Nachmittag beginnt die Rintelner Maimesse. Marktmeister Daniel Jakschik hat für die Händlermeile in Brenner- und Mühlenstraße viele neue Beschicker finden können. Viel Spaß und Vergnügen bieten die etliche Karussels – zwei Fahrgeschäfte sind nicht nur einmalig, sondern auch zum allerersten Mal in der Weserstadt.

veröffentlicht am 02.05.2019 um 22:32 Uhr

Weltreise an vier Tagen möglich: Der Globus-Flieger aus dem Jahr 1947 von Marcel Armbrecht aus Eschershausen dreht sich auf dem Marktplatz. Fotos: tol

Autor:

Cornelia Kurth und Tobias Landmann
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RINTELN. Schon immer ist die Rintelner Messe eine Mischung aus Kirmes und traditioneller Händlermesse gewesen. Im vergangenen Jahr aber hatte es zunehmend Kritik am beschränkten Händlerangebot an Mühlen- und Brennerstraße gegeben. Zu viele ähnliche Kleidungsstände, zu wenig Abwechslung.

Marktmeister Daniel Jakschik hatte sogar erwogen, ähnlich wie Bückeburg, Stadthagen und Minden ganz auf eine Händlermeile zu verzichten (wir berichteten). Das Gegenteil ist jetzt geschehen: „Wir haben tolle neue Marktbeschicker gefunden“, sagt er. „Es lohnt sich unbedingt, den kompletten Stadtrundgang zu machen und sich von der Vielfalt überraschen zu lassen.“

Ganz wie auf dem Hamburger Fischmarkt wird es einen „Marktschreier“ geben, der Schinken, Salami, Mettwürste und alles, was Wurstliebhaber begeistert, zu günstigen Preisen unter die Leute bringt. Ebenfalls klassisch für eine echte Messe ist der Stand mit „Strumpfwaren“, wo man außer modischen Socken und Strumpfhosen auch gesundheitsfördernde Strümpfe erwerben kann, zum Beispiel solche ohne einschnürendes Gummiband – Problemberatung inklusive.

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Die 14 000 bunten Lichter am Musikexpress hat Tino Noack mittlerweile auf LED-Lampen umgerüstet.

Den Besuchern werde sicher die Computer-Stickerei Spaß machen, meint Jakschik. Dort kann man Caps, Hosen, T-Shirts, Kleidungsstücke und andere Textilien mit unterschiedlichen Motiven oder Texten sofort besticken lassen.

Es gibt einen zehn Meter langen Gewürzstand und dazu – von vielen angefragt – einen langen Stand mit Blumenzwiebeln aus Amsterdam.

Kunsthandwerkliche Gartendekorationen, Holzspielzeug, Staubsaugerzubehör und Bundeswehrartikel vom Rucksack über Schuhe, Mützen und Funktionswäsche ergänzen die Händlersparten.

Die Idee vom Vorjahr, eventuell statt der Händlermeile eine „Food-Meile“ einzurichten, wurde also erst einmal verworfen. Eine kulinarische Neuheit wird man trotzdem an der Brennerstraße vorfinden, einen Stand nämlich, der Flammkuchen und dazu passenden Wein anbietet.

„Es ist uns gelungen, Qualität an Mühlen- und Brennerstraße zurückzuholen“, so Jakschik. „Das ist nicht ganz einfach gewesen, da es nicht mehr so viele Spezialisten gibt wie früher.“ Jetzt komme es darauf an, dass die Messebesucher dieses Angebot auch wahrnehmen. „Gute Händler kommen gerne wieder, wenn es sich für sie lohnt“, sagt er. „Für uns wäre es toll, wenn wir weiterhin wie seit Jahrhunderten auch eine Händlermesse sein können.“

Während die Marktbeschicker erst ab Donnerstagabend ihre Stände aufbauen dürfen, sind die Schausteller der Fahrgeschäfte bereits seit Dienstag am Wirken. Auch viele Passanten bleiben stehen, genießen das Flair, trotz oft lauter Aufbaugeräusche. „Das gehört halt dazu“, sagt eine Anwohnerin aus der Ritterstraße. „Ich bewundere seither die Fahrkunst der Schausteller, wenn sie ihre Anhänger und Packwagen auf engstem Raum millimetergenau rangieren.“

Es gibt zwei Premieren, beide sind einmalig: Auf dem Marktplatz dreht sich ein Unikat aus dem Jahr 1947: Mit dem Globus-Flieger führt Schausteller Marcel Armbrecht aus Eschershausen eine Familientradition fort.

Auf luftige 27 Meter Höhe erhebt sich „1001 Nacht“ von Schaustellerfamilie Hartmann aus Hagen. Es ist Europas größter und höchster reisender Fliegender Teppich – er nimmt 40 Personen gleichzeitig mit auf eine orientalische Fahrt. Der Platzbedarf erfordert Kompromisse, so steht etwa der gelbe Imbisswagen von „Mister Hotdog“ diesmal links vom Musikexpress. Auch wenn dieser Klassiker bereits 42 Jahre alt wird, kleine Veränderungen gibt es ständig. „So haben wir jetzt alle 14 000 bunten Lichter mit LED-Lampen versehen“, erklärt Tino Noack.




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