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Städtepartnerschaft: Chor Gospelicious aus Rinteln begeistert mit vier Auftritten

Gospelpower für Kendal

RINTELN/KENDAL. Der Rintelner Gospelchor Gospelicious ist jetzt in die englische Partnerstadt Kendal gereist. Das Resumee der fünftägigen Reise mit 40 Teilnehmern fällt positiv aus. Ein höchst begeisterndes Gospelkonzert, sonniges Wetter und nicht zuletzt die Gastfreundschaft der Kendaler trugen dazu bei.

veröffentlicht am 11.10.2018 um 19:11 Uhr

Sven Rundfeldt aus Rinteln am Piano, Dirigentin Vicky aus Kendal auf dem Pult: Der Lakes Gospel Choir und der Gospelchor Gospelicious aus Rinteln in der anglikanischen Kirche St. George in Kendal. Fotos: pr.

RINTELN/KENDAL. „Besser geht‘s nicht“, lautet die Bilanz der fünftägigen Konzertreise des Rintelner Gospelchors Gospelicious in die englische Partnerstadt Kendal. Sonniges Wetter, große Gastfreundschaft, perfekte Kooperation mit den neuen Freunden vom Lakes Gospel Choir – die Begeisterung der 40 Mitreisenden war groß. Alle freuen sich auf den Gegenbesuch des Lakes Gospel Choir vom 19. bis 22. Oktober in Rinteln.

Beim Konzert in der anglikanischen Kirche St. George vor mehr als 100 Zuhörern trieben die Rintelner Dirigenten Kyra und Sven Rundfeldt (auch am Piano) ihren 30-köpfigen Chor zu Höchstleistungen an und animierten das zunächst britisch reservierte Publikum zum Mitklatschen und Tanzen. „Das war fabelhaft, nun wird es für uns schwer“, meinte Dirigentin Diane France vom Lakes Gospel Choir, als sie ihren Chor den zweiten Teil beginnen ließ. Doch mit Begleitmusik vom Band rissen die ebenfalls rund 30 Sängerinnen und Sänger aus Bowness, Windermere, Kendal und Umgebung die Zuhörer zu Beifallsstürmen hin. Und als zum Schluss beide Chöre mit ihren 60 Stimmen das Kirchenschiff fast zum Beben brachten, kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr, wurden Zugaben gefordert und gegeben.

Für den Nachmittag des folgenden Tages luden der neue Bürgermeister Guy Tirvengadum und sein Vorgänger Andy Blackman zu einer Rathaus-Besichtigung sowie einen Stadtrundgang mit einem Heimathistoriker und neunfachen Buchautoren vom Bürgerverein ein. Viel neues Wissen und tolle Eindrücke waren die Bilanz. In weißen Handschuhen durften alle auch die Stadtschätze wie Schwert, Streitkolben und Tafelsilber in die Hand nehmen. Der Bürgermeister selbst reichte die Getränke, ganz im Sinne eines Staatsdieners. Tirvengadum will sich für weitere Kontakte Kendaler Gruppen nach Rinteln einsetzen und lud zu Gegenbesuchen ein.

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Der Montagmorgen führte zur Behinderteneinrichtung WOSP, die seit mehr als zehn Jahren mit der Rintelner Lebenshilfe eine Partnerschaft pflegt. Mittags wurde die Eisenbahn nach Windermere genommen, um dort drei Kilometer hinunter an den Lake Windermere zu wandern. Eine gemeinsame öffentliche Probe schloss sich an. Ergebnis: zwei perfekt harmonierende Chöre, die bewegungsintensiv mitreißende Auftritte hinlegen können. Kein Wunder, dass das Plakat für das Steinberger Konzert der bevorstehenden Rintelner Gospeltage den Titel „Doppelte Gospelpower“ trägt. „Man konnte nicht mehr erkennen, wer zu welchem Chor gehört“, staunte Dietrich Lange, Vorsitzender des Rintelner Vereins für Städtepartnerschaften, beim Zuhören.

Lange traf am Dienstag noch einmal zu Gesprächen mit Kendalern wie Ex-Schulleiter Paul Gardener, Mike Mason von der Kendal Boys Brigade, Jim Quincey und John Lowther von der Kendal Concert Band (sie will 2020 nach Rinteln kommen) sowie Andy Blackman (Lakes Gospel Choir und örtliche Wanderer-Gemeinschaft) zusammen. Neue Projekte wurden besprochen. Lange: „Aber leider konnte nichts konkret für 2019 vereinbart werden. Doch immerhin sind alle bemüht, den Kontakt vor allem im Brexit-Jahr 2019 nicht abreißen zu lassen.“

Bürgermeister Guy Tirvengadum will außerdem den in Rinteln unvergessenen Amabile Girls Choir wieder für Kontakte an die Weser interessieren. „Meine älteste Tochter war im Chor, die jüngste ist dort jetzt aktiv“, erklärte er, wie gut seine Kontakte zu Chorleiterin Rachel Little schon sind. „All das lässt hoffen“, freute sich Lange.r




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