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Schulleiter Rudolf: Nicht zum nächsten Schuljahr / Tag der offenen Tür der Oberschule

Hat IGS für Rinteln eine Chance?

Rinteln. Am letzten Samstag öffneten sich die Türen der Oberschule in der Klosterstraße für die breite Öffentlichkeit. Schüler und Lehrkräfte gaben den Grundschülern und deren Eltern Einblicke in ihre schulischen Aktivitäten. Anschaulich und zum Mitmachen wurden zum Beispiel mathematische, naturwissenschaftliche und sprachliche Unterrichtsinhalte präsentiert. Die Schüler der jetzigen 4. Klassen lernten so die Unterrichtsfächer, die Lehrkräfte und die Räume der Oberschule kennen. Abgerundet wurde das Programm durch Hip-Hop-, Percussion- und Schattentheateraufführungen.

veröffentlicht am 13.03.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 13:22 Uhr

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In dem bunten Treiben bei selbst gebackenen Waffeln, Kaffee und Kuchen lud Schulleiter Torsten Rudolf zu einer zentralen Informationsveranstaltung ein. Der dafür vorgesehene Klassenraum erwies sich schnell als zu klein – zu groß war der Andrang.

Nachdem Rudolf die Oberschule vorgestellt hatte, zeigte sich, wie aufmerksam die Eltern die aktuelle Schulformdiskussion in Rinteln verfolgen: Immer wieder wurde nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Oberschule und IGS gefragt. Auch wollten viele Eltern wissen, wie groß die Chancen zur Einführung der IGS in Rinteln seien. Rudolf stellte klar, dass eine Schule in erster Linie gut sei, wenn sie gute Arbeit leiste: „Hier müssen sich weder die Hauptschulklassen, noch die Realschulklassen und auch nicht die Oberschulklassen verstecken. Die für die einzelnen Schulformen vorgegebenen Erlasse geben den Schulen einen relativ großen Gestaltungsspielraum. Das integrative Element der IGS wird auch bereits jetzt an der Oberschule in gleichem Maße verwirklicht.“

Die einzige Einschränkung bestehe in dem fehlenden Gymnasialzweig an der Oberschule, erklärte Rudolf. Dieses werde aber durch die sehr enge und erfolgreiche Kooperation mit den Rintelner Gymnasien ausgeglichen. Werden der Landkreis und die Stadt Rinteln weiterhin an den Plänen zur IGS-Einführung festhalten, nachdem ein vorheriger Versuch unter der alten Landesregierung gescheitert war? Rudolf sah keinen Grund, an den bisherigen Willensbekundungen zu zweifeln. Er rechnet jedoch nicht mit einem IGS-Start bereits zum neuen Schuljahr.

Rudolf entkräftete die Sorge einiger Eltern, dass ausgerechnet auf ihre Kinder die Phase einer erneuten Schulformveränderung zukomme. Im Mittelpunkt des schulischen Handelns stehen immer die Schüler. Diese werden kaum einen Unterschied zwischen bestehenden Klassen aus dem Hauptschul-, dem Realschul-, dem Oberschul- und dem möglicherweise kommenden IGS-Bereich bemerken. Die Lehrkräfte versuchen laut Rudolf ohnehin, den Lernprozess zu individualisieren und für jeden einzelnen Schüler den bestmöglichen Schulabschluss zu erreichen.

Die Oberschule plant für das kommende Schuljahr vier Klassen im fünften Schuljahrgang. Die Namen der Klassenlehrer stehen noch nicht fest. Klar ist aber, dass es wieder Klassenlehrerteams sowie eine intensive Einführungsphase und eine gemeinsame Kennenlernfahrt zu Beginn des neuen Schuljahres geben wird.




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