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Betreiber profitieren von Konjunkturtief / Camping auf hohem Niveau

Helenensee: Erst Viehweide, dann Kiesgrube – jetzt Erholungsgebiet

Rinteln (who). Vor 40 Jahren hat die Geschichte des Helenensees als Campingplatz und Erholungsgebiet vor der westlichen Haustür Rintelns begonnen. Zur Feier des runden Geburtstages am vergangenen Samstag sind sogar Camper aus den allerersten Anfängen dabei gewesen, die ihrem Wochenend- und Urlaubsparadies bis heute treu geblieben sind.

veröffentlicht am 16.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 08:21 Uhr

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Anfang der 1950er Jahre hat die Familie von Ditfurth Viehweide-Flächen ihres Gutes Dankersen an der Stadtgrenze an ein Kiesabbau-Unternehmen verkauft. Nach dem Ende der Auskiesung erwarb 1968 ein Unternehmer aus Bünde das 16,5 Hektar große Gebiet mit der entstandenen 10,5 Hektar großen Wasserfläche, um darauf Ferienhäuser zu bauen.

Im folgenden Jahr schon reagierte er auf die starke Nachfrage nach Wohnwagen- und Zelt-Stellplätzen und entwickelte den Helenensee zum Campingplatz. Im Jahr 1992 kaufte Jobst von Ditfurth-Siefken, Besitzer von Gut Dankersen, das Gelände zurück und trieb mit seiner Familie den Ausbau zum Familien-Erholungsgebiet voran.

Das Gebiet bestand aus 216 Dauercampingplätzen und einer größeren Anzahl von Wochenendhäusern „und wir haben zunächst die Infrastruktur grundlegend modernisiert“, berichtet Hoimar von Ditfurth-Siefken, der inzwischen die Nachfolge seines Vaters als Geschäftsführer angetreten hat. Neue Gebäude mit Wasch- und Sanitäranlagen sind errichtet worden. Dazu wurde ein Gelände für weitere 70 Stellplätze und einen Zeltbereich erschlossen, sowie zuletzt „ein Bereich für Durchgangscamping der Luxuskategorie“. Aktuell halte der Helenensee damit jetzt 316 Stellplätze vor.

Neuer Trend: komfortable Ferienhäuser am See.
  • Neuer Trend: komfortable Ferienhäuser am See.

Als überraschendes Erfolgsmodell haben sich in den letzten Jahren die komfortablen Blockhäuser entwickelt, die er als Ergänzung ins Programm genommen habe, berichtet Hoimar von Ditfurth-Siefken. „Fast alle sind vom Deutschen Tourismusverband mit drei Sternen zertifiziert worden und auch ohne große Werbung dauervermietet.“ So an Urlauber aber auch an Montagearbeiter, die sich statt im Hotel lieber in einem Ferienhäuschen einmieteten, den See vor der Tür. Am Helenensee sollten deshalb weitere Holzhäuser entstehen „allerdings in einem übersichtlichen Rahmen, weil wir weiterhin ein familienfreundlicher Campingplatz bleiben wollen“.

Mittelpunkt des Erholungsgebietes ist der eigentliche Helenensee, der als EU-Badegewässser qualifiziert ist, mit seinem durchgängigen Badebetrieb. Zugang zum Wasser haben dabei nicht nur Dauercamper mit Stellplätzen, sondern an einem ausgewiesenen Badestrand auch Tagesgäste aus dem Umland. „Wir verfügen über eine hervorragende Wasserqualität, was regelmäßig vom Gesundheitsamt überwacht und auch bestätigt wird.“

Unter dem Strich sieht Hoimar von Ditfurth-Siefken zurzeit nicht nur für den Helenensee, sondern auch für die gesamte Campingbranche gute Zukunftschancen, nicht zuletzt bedingt durch die Konjunkturkrise. Besonders in dieser Saison sei zu beobachten, dass „viele, statt dreimal im Jahr nach Mallorca zu fliegen, lieber jedes Wochenende auf dem Campingplatz Urlaub machen“.

„Eigentlich müssten wir heute Abend über 140 Campinggäste dafür auszeichnen, dass sie uns seit mehr als 10 Jahren treu sind“, erinnert von Ditfurth-Siefken. Aus Zeitgründen beschränkte er sich am Samstagabend dann auf die Ehrung von 64 Dauercampern, die seit mehr als 20 Jahren am See sind.




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