weather-image
15°
×

Wieder „Letzte Hilfe“-Kurse

Hospizverein Rinteln: In schwierigen Zeiten nicht alleine bleiben

RINTELN/HESSISCH OLDENDORF. Das Thema Sterben, Tod und Trauer scheint gerade in Corona-Zeiten allgegenwärtig. Doch es ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens – und niemand muss mit diesen Themen alleine zurechtkommen. Der Hospizverein Rinteln bietet daher mehrere Kurse über den Umgang mit Tod und Trauer an:

veröffentlicht am 14.04.2021 um 00:00 Uhr

RINTELN/HESSISCH OLDENDORF. Das Lebensende und das Sterben machen uns oft hilflos. Obwohl die meisten Menschen sich wünschen, zu Hause zu sterben, stirbt der größte Teil der Bevölkerung in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass Pflege zu Hause oft nicht möglich ist. Ein anderer Grund kann aber die Unsicherheit und Angst der Menschen mit den Themen Sterben, Tod und Abschied sein.

Der Hospizverein Rinteln bietet allen Menschen, die sich über die Themen rund um das Sterben, Palliativversorgung, Tod und Trauer informieren wollen, die Möglichkeit, an einem „Letzten Hilfe“-Kurs teilzunehmen. Der „Letzte Hilfe“-Kurs ist das Pendant zur „Ersten Hilfe“.

Fast jeder macht einmal im Leben einen „Erste Hilfe“-Kurs. Genauso sinnvoll ist es laut Hospizverein, sich auf die letzte Lebensphase und/oder dessen Begleitung vorzubereiten.

Vermittelt werden sollen dabei ein Basiswissen und Orientierungen sowie einfache Handgriffe und Unterstützungsmöglichkeiten. „Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft, sondern praktizierte Mitmenschlichkeit“, teilt der Verein mit. Und weiter: „Wir möchten Grundwissen an die Hand geben und ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Denn Zuwendung ist das, was wir alle am Ende des Lebens am meisten brauchen.“

Der Inhalt des „Letzte Hilfe-Kurses“ ist sozusagen das kleine Einmaleins der Sterbebegleitung. Dabei wird über die Normalität des Sterbens als Teil des Lebens gesprochen. Thematisiert werden mögliche Beschwerden als Teil des Sterbeprozesses und wie man als Begleiter oder Begleiterin bei der Linderung helfen kann. Weitere Themen sind „Abschied nehmen“ und eigene Grenzen wahrnehmen.

Gerade in diesen herausfordernden Zeiten der Pandemie muss niemand mit dem Thema Tod, Trauer und Sterben alleine bleiben. Darauf weist Cornelia Strübe hin, Koordination beim Hospizverein. Der Verein mit seinen vielen engagierten, ehrenamtlichen Mitarbeitern stehe für die Begleitung sterbender und trauernder Menschen natürlich weiterhin zur Verfügung.

„Es sterben nicht weniger Menschen, aber viele haben mehr Ängste und trauen sich nicht, Unterstützung in dieser letzten Lebensphase zu holen“, will Strübe Mut zusprechen, auf den Verein zuzugehen. „Sterbebegleitung ist jedoch ausdrücklich erlaubt, damit nicht wie letztes Jahr Menschen alleine sterben, obwohl sie das nicht wollen. Wir begleiten selbstverständlich sowohl zu Hause, als auch in stationären Einrichtungen oder im Krankenhaus.“

Hinweis: Der Hospizverein Rinteln bietet einen Kurs am Dienstag, 18. Mai, 14 bis 18 Uhr in den Räumen des THW Rinteln, Heisterbreite 7, 31737 Rinteln an.

Ein weiterer Kurs findet am Samstag, 12. Juni, in der Zeit von 10 bis 14 Uhr, im KulTourismusForum, Weserstraße 3, in 31840 Hessisch Oldendorf statt.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und erfolgt unter den gegebenen Corona-Hygiene-Bestimmungen.

Anmeldungen bitte über den Hospizverein Rinteln e. V. unter info@hospizverein-rinteln.de oder 0178/165 75 01. red




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige