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Anwohner berichtet aus der Mordnacht in Steinbergen

„Ich habe mir nicht viel dabei gedacht“

STEINBERGEN. Der Tod eines 22-Jährigen aus Porta Westfalica sorgt für reichlich Diskussionsstoff in Steinbergen. Menschen stehen zusammen, sprechen über das Opfer, den Verdächtigen und die mutmaßlichen Geschehnisse in der Tatnacht. Ramona Winkler ist eine unmittelbare Anwohnerin und schildert ihre Erlebnisse.

veröffentlicht am 23.12.2018 um 19:24 Uhr

Ramona Winkler am Tatort in Steinbergen. Das Gelände wird noch immer durchsucht. Foto: momo

Autor:

Maurice Mühlenmeier
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Der Tod eines 22-Jährigen aus Porta Westfalica sorgt für reichlich Diskussionsstoff in Steinbergen. Menschen stehen zusammen, sprechen über das Opfer, den Verdächtigen und die mutmaßlichen Geschehnisse in der Tatnacht. „Wir hatten schon häufig Probleme mit diesen Nachbarn“, erklärt Anwohnerin Ramona Winkler. „Polizei, Ordnungsamt, Feuerwehr – lautstarke Partys und illegale Lagerfeuer waren an der Tagesordnung. Also habe ich mir nicht viel gedacht, als es da drüben mal wieder laut war“, erzählt sie.

Doch die Musik verstummte und ein lauter Knall zerriss die Nacht um 1 Uhr morgens – ein Schuss. „Ich dachte zunächst, es sei ein sogenannter Polenböller, doch es hat auch geklirrt, so als sei Glas zersprungen.“ Einige Minuten später fiel ein zweiter Schuss. Winkler schöpfte zunächst keinen Verdacht, doch wenig später nahm sie Bewegung und Türenschlagen auf der Straße wahr. „Ich dachte, die zerdeppern uns die Autos, da bin ich rausgelaufen.“

Dort war bereits der Rettungswagen vorgefahren. Der Tatverdächtige sei ihr bekannt: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er so etwas tut.“ Der Mann sei immer nett und freundlich gewesen.




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