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14-tägiges Bewerbungsseminar

IGS-Abschlussklassen lernen, sich erfolgreich zu bewerben

RINTELN. „Was ist das Wichtigste bei der Berufswahl für euch?“ Diese Frage stellte Reinhard Stemme, Bewerbungscoach der Volksbank Schaumburg, den Klassensprechern der zehnten Klasse der Rintelner IGS. Vor allem Spaß und Freude an der Arbeit, so lautete die Antwort der baldigen Schulabgänger.

veröffentlicht am 09.12.2018 um 16:27 Uhr
aktualisiert am 09.12.2018 um 18:30 Uhr

Die Klassensprecher der zehnten Jahrgangsstufe nahmen die Zertifikate in Vertretung ihrer Mitschüler entgegen. Foto: Momo

Autor:

Maurice Mühlenmeier

In den letzten Wochen haben sie – in jeweils überschaubaren Gruppen von bis zu 15 Schülern – ein 14-tägiges Bewerbungsseminar in den Räumlichkeiten der Volksbank Schaumburg besucht.

„Wir wollten die Schüler aus dem Schulalltag herausholen“, erklärte Michael Fritz als Vertreter der Volksbank die Standortwahl. Dort habe man sich nicht nur mit dem einfachen Erlangen von Fähigkeiten aufgehalten, führte Stemme fort. Es ging also nicht nur um die klassischen Fragen: „Wie gestalte ich eine Bewerbungsmappe? Wie setze ich ein Anschreiben auf?“

Auch simulierte Bewerbungsgespräche und Eignungstests sollen den Schülern helfen, sich auf die kommenden Herausforderungen einzustellen. „Vor allem ging es aber auch darum, den Schülern ihre Stärken aufzuzeigen und bewusst zu machen“, so Stemme, der das Projekt seit nunmehr zehn Jahren begleitet. Er sieht gerade in jüngerer Zeit ein großes Problem beim Selbstvertrauen der jungen Schüler: „Die sind gut, wissen aber oft nicht, warum.“ Er sieht darin ein schwelendes gesellschaftliches Problem: „Vieles hat im familiären Umfeld seine Ursache.“ Lehrerin Yvonne Arnold pflichtete bei: „In der Gesellschaft wird immer schneller kritisiert.“ Lob gebe es wenig, Selbstvertrauen baue sich so nicht auf.

Laut Stemme gewichten viele Menschen ihre Niederlagen immer schwerer als ihre Siege. Den Schülern klarzumachen, wo ihre Stärken liegen und wie sie diese ausspielen können, das sei „eine Berufung“, der er sich gerne stelle.

Nach einer persönlichen Gratulation aller Schülervertreter überreichte Fritz die Zertifikate, die mit Lächeln entgegengenommen wurden.




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