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Wenn Kronenkiebitze auf Prachtfinken treffen

Im Porträt: Vogelfreunde Schaumburg

Seit gut 30 Jahren gibt es sie schon. Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder der Vogelfreunde Schaumburg und sprechen über Veranstaltungen, Ausstellungen, Vogelzucht oder andere Themen.

veröffentlicht am 14.05.2019 um 14:53 Uhr
aktualisiert am 14.05.2019 um 20:10 Uhr

Bei Oliver Werner, der seit 1990 Vögel züchtet, wohnen Wellensittiche und farbenfrohe Unzertrennliche. Foto: tla

Autor:

Tanja Langejürgen
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RINTELN. „Ich habe meinen ersten Vogel geschenkt bekommen“, erinnert sich Oliver Werner. Seit 1990 züchtet er Vögel. Angefangen hat alles mit einem Paar Rosenköpfchen. Aus diesem Paar wurden schnell mehr. „Wir haben bei uns dann im Garten ein Holzhaus mit Volieren gebaut.“ Bei Familie Werner hat jeder buchstäblich einen Vogel. Auch die Söhne beschäftigten sich mit der Vogelzucht – und holten bereits einige Titel auf Landes- und Bundesschauen.

Hübsche und vor allem farbenfrohe Exemplare sind auf jeden Fall mit dabei. Neben Zebrafinken gesellen sich Wellensittiche, Rosenköpfchen, Pfirsichköpfchen, Schwarzköpfchen und Rußköpfchen, die zu den Unzertrennlichen gehören, sowie drei Graupapageien. „Es ist faszinierend, Farben herauszuzüchten“, erzählt Werner, der zudem das Amt des Vorsitzenden der Vogelfreunde Schaumburg Ortsgruppe Rinteln innehat. Der Verein hat derzeit 25 Mitglieder, acht Kinder sind mit dabei.

Einmal im Monat treffen sich alle und sprechen über Veranstaltungen, Ausstellungen, Vogelzucht oder andere Themen. Tipps zu Fütterung der einheimischen Vogelwelt im Garten während der Wintermonate – und darüber hinaus – gibt es ebenfalls. Einige davon sind auf der Homepage vogelfreunde-schaumburg.de.tl zu finden.

Vogelfreunde unter sich: Manfred Kemna und Oliver Werner. Foto: tla

Manfred Kemna ist ein Gründungsmitglied. Er kennt die Anfänge vor gut 30 Jahren nur allzu gut sowie zahlreiche Anekdoten. „Ich habe keine kleine Meise, sondern ein ganzes Vogelhaus“, sagt Kemna und lacht.

Derzeit brüten bei ihm unter anderem Frühlingstauben, die zusammen mit einem Kanarienvogel leben. Gegenüber wohnen Kronenkiebitze aus Afrika, eine Staren-Art und Gouldamadinen, die zur Familie der Prachtfinken gehören – und zur Fauna Australiens. „Mir ist die Naturbrut am liebsten“, erzählt Kemna, der dieses Hobby bereits seit mehr als 45 Jahren betreibt. Bei ihm lebt sogar ein Emu. „Der heißt Fred und ist acht Jahre alt. Er hat es besonders gern, wenn man ihn am Kopf krault.“ Auch der Himalaya-Glanzfasan ist eine wahre Pracht. Je nach Sonnenlicht verändert sich die Farbe. „Das ist immer wieder spannend“, so Kemna. „Einige Hühner haben wir auch noch“, berichtet er weiter. Die Fütterung ist bei ihm also etwas aufwendiger. Zumal einige Arten Obst und Gemüse bekommen.

Bei Werner ist das anders. „Die Arten, die wir haben, sind pflegeleicht. Bei Loris ist das schwieriger“, weiß Werner. Einmal in der Woche steht bei ihm eine Komplettreinigung an. Das zahlt sich aus. Die gefiederten Freunde fühlen sich pudelwohl – und als Belohnung gibt es ein Konzert. Momentan sind sie allerdings nicht im Außenbereich, weil es jetzt im Mai immer noch zu kalt ist.

Highlight 2019 wird die Weserberglandschau, wo es Farbenwellensittiche im Herbst in Rinteln zu sehen gibt: am 28. September und am 29. Oktober in der Mehrzweckhalle am Schulweg 7 in Engern.




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